Banja (geb. 1997) kam aus dem Sport, gemeinsam mit ihrer Mutter Hera und weiteren Teamkollegen wurde sie Ende 2006 nach Banja mit Mama Heradem Tod ihres Besitzers in die Vermittlung gegeben. Eine Schilddrüsenunterfunktion schreckte ihre Interessentin nicht ab – vollkommen zu Recht, denn wie schreibt ihr Frauchen heute:
 „Banja macht keine Mühe. Es ist einfach nur herrlich sie um sich zu haben und ich, Zora und alle die sie kennen, haben sehr viel Spaß mit ihr! Ich drücke allen Hunden ganz fest die Daumen, damit auch sie alle bald ein schönes Zuhause finden. Manchmal gibt es ja kleine Wunder.“


Die Geschichte von Banja und ihrem neuen, zum Zeitpunkt der Vermittlung für sie völlig unbekanntem Leben als Familienhund zeigt, wie wenig Schwierigkeiten Banja hatte, sich in den neuen Situationen zu Recht zu finden. Und es zeigt vor allem, mit welcher Lebensfreude die ältere Hündin den Alltag und das Besondere erlebt und genießt. Vielleicht spüren Sie auch, wie viel Ruhe und Souveränität die beiden älteren Mädels Banja und Zora ausstrahlen und wie diese Gelassenheit einen „ruhigen Pol“ bildet im Leben ihres Zweibeiners.

Dieses nette kleine Vermittlungstagebuch wird am Leben gehalten von den beiden Hauptdarstellerinnen Banja und Zora und ihrer Frauchen Anja Schmitt, die unsere Anfrage, ob wir all diese Texte veröffentlichen dürfen, so beantwortete:


"Natürlich dürfen Sie! Und wenn dadurch auch nur ein Hund eine Chance mehr hat! Übrigens ... Banja macht keine Mühe. Es ist einfach nur herrlich sie um sich zu haben und ich, Zora und alle, die sie kennen, haben sehr viel Spaß mit ihr! Ich drücke allen Hunden ganz fest die Daumen , damit auch sie alle bald ein schönes Zuhause finden. Manchmal gibt es ja kleine Wunder."

Anfang Februar, Banja siedelt in die Pfalz um….

Also die Heimfahrt verlief sehr gut. Banja hat mit ihrer wunderschönen Altstimme der Station noch ein Ständchen gesungen und kuschelte sich danach friedlich in die Decken. Übrigens noch einmal vielen Dank für den Rundgang in der Station!

Zuhause angekommen liefen Zora, Banja und ich noch kurz ans Feld. Den Abend und die Nacht verbrachte ich zur Sicherheit auf einer Matratze im Wohnzimmer. Banja kuschelte sich auch gleich an mein Kopfende und schlief vermutlich todmüde durch. Zora beobachtete alles genau von ihrem Körbchen einen Meter weg .In der Nacht sahen sie beide aus wie zwei Engelchen!

Draußen sind die beiden ein erstaunliches Team .Glaubt man mit zwei gemütlichen älteren Damen unterwegs zu sein, so ist man schief gewickelt! Vorbei sind Zora s Zeiten, als sie noch über jeden Grashalm nachdachte. Fröhlich wackelt sie mit dem Schwanz und hüpft mit Banja umher. Ich habe also zwei neue Hunde!!! Wie einem Geheimcode folgend gehen sie gemeinsam auf Mäuse, Fasanen und Hasenjagd. Ihre Verständigung ist wirklich einmalig und ist eine Mischung aus Blicken und Körpersprache der ganz besonderen Art. Zwei charmante Jägerinnen! Im Ort sind die beiden auch schon bekannt und sorgen für bewundernde Blicke!

Zuhause ist noch nicht so alles ausgeregelt, beim Füttern und Kuscheln muss man schon noch etwas aufpassen, damit nicht eine grummelt. Aber heute Mittag lagen sie schon nur noch 20 cm auseinander!!! Banja ist wahnsinnig schmusig, neugierig und schon sehr, sehr zutraulich. Ein richtiger Schatz!! Futtern tut sie jetzt nach etwas anfänglichen Schwierigkeiten auch ganz gut. Die Narbe hindert sie nicht draußen richtig Gas zu geben, was ich versuche etwas einzubremsen, da sie öfter versucht ins Gebüsch zugehen. Also Banja hat das 3-Mädel-Haus komplettiert!!! Ich hab sie auch schon ganz in mein Herz geschlossen. Übrigens erzählt Banja gern wunderbare Geschichten !!!!

Und einige Tage später:
Banja ist jetzt Zuhause
Am Samstag musste ich leider arbeiten und meine Mutter hat auf die 2 Süßen aufgepasst. ... absolut kein Problem ! Ich glaube meine Mutter kommt mich ( ?.. wohl eher Zora und Banja) in Zukunft ganz oft besuchen . Sie ist von Banja ganz begeistert.

 

 

 

 


Banja und ZoraMorgens werden alle sehr stürmisch von Banja begrüßt ( mit Küssle!!). Sie ist eine Frühaufsteherin und erzählt mir auch gleich, was sie so alles geträumt hat. Wenn ich mit den Mädels spazieren gehe, singt Banja wunderschön und Zora hüpft mit ihr wie ein Flummy vor dem Tor. Überhaupt ist Zora jetzt wunderbar fröhlich! Da wird die Nase unter Banjas Trichter geschoben, um auch der Mäusefamilie guten Tag zu sagen. Besonders schön zu sehen, wie gut es Zora wieder geht, war als sie nach langer, langer Zeit mal wieder ihre Schmusedecke bearbeitet hat. Damit hat es folgende Bewandtnis: Schon als Welpe hat sie sich eine besondere Decke erkoren. Diese wird bei besonderem Wohlfühlen benuckelt und nassgeschlotzt um die Schnauze drapiert. ( Sehr lecker!!) Auch als besonderes Kissen zum Schlafen dient dieses mittlerweile löchrige Teil. Die letzten Monate und Wochen hat sie diese Decke noch nicht einmal angeschaut. Am Samstagabend hat sie sie dann mal wieder richtig bearbeitet.
Banja mit Trichter
Banja sieht dem allen gelassen zu. Zur Zeit schläft sie auch noch ziemlich viel (war ja auch alles aufregend). Besonders genossen hat sie gestern Abend das vorsichtige Bürsten. Genießerisch rollte sie hin und her. Die Liegplätze sind jetzt weitgehendst aufgeteilt. Nur gefüttert werden die beiden noch getrennt, damit Banja etwas mehr Ruhe hat und nicht vom Fressen abgelenkt ist. (Zora ist nämlich ein Schnell- und Vielfresser). Sie nimmt jetzt wirklich gut Futter auf, auch die Tabletten nimmt sie mir mit ein bissel Futter aus der Hand. Wenn die Narbe noch etwas besser zugeheilt ist, werde ich anfangen, beide gemeinsam zu füttern.

Am Sonntag habe ich beide auch schon mal 1 1/2 Stunden allein gelassen , was sehr gut geklappt hat. Die beiden haben in der Zeit ein bisschen den Garten entdeckt. Wobei der leider noch nicht so richtig toll ist, da noch keine Wiese angelegt und somit noch etwas prabbelig ist. Am allerschönsten ist es jedoch draußen mit den zwei. Banja hört an der Leine wirklich super (sogar mit rechts und links). Mit Zora versteht sie sich da so toll und die Verständigung der beiden ist, wie ich schon erwähnte, so einzigartig, man muss schon genau schauen, es ist einfach nicht zu beschreiben. Beide warten an Kreuzungen öfter mal aufeinander. Ach, es ist einfach nur herrlich !! So nun aber genug geschwärmt! Die ersten Bilder habe ich Ihnen beigefügt. Leider gibt es von draußen noch keine. Muss mal gucken, wenn ich die beiden im Hof oder Garten erwische. Heute ist es jedoch so regnerisch, dass die Ladys lieber im Körbchen rum schlumpfen. Selbstverständlich dürfen Sie die guten Nachrichten ins Netz stellen, damit auch andere Menschen nicht vor einem „älteren“ Hund zurückschrecken und man auch einmal sieht, dass ein bereits vorhandener Hund durch Gesellschaft so sehr aufleben kann!

Wieder zwei Tage später:
Banja und Zora
Weitere gute Neuigkeiten: es erfolgten einige zaghafte Spielaufforderungen von beiden Seiten, seit 2 Tagen putzt Zora nach dem Futtern Banja ordentlich die Schnute - was sich diese etwas erstaunt auch gefallen lässt. Alleinsein klappt schon für ca 3 Stunden. In dieser Zeit wird nun auch der Garten genutzt (der Küchenboden zeigt es deutlich :-))). Gestern Abend haben beide vor dem Sofa gelegen und die Köpfe haben sich einige Minuten berührt. Schön nicht!?
Banja
 

 

 

 

 

Nach insgesamt vier Wochen:
Banja und Zora beim Sonnenbad

Nach 4 Wochen als Banjas Frauchen kann ich nur Positives von den beiden Mädels berichten! (Fast - ab und an haben dieSiesta beiden Ladys kleine Nickligkeiten, aber nicht wirklich dramatisch)

Draußen ist nach wie vor Power angesagt! Zwei Powergirls machen die Wiesen und Weinberge unsicher! Aber.. ruft man Banja zu sich, so wuselt sie flink in die ausgebreiteten Arme. Dass man das so macht, hat sie sich wohl von Zora abgeguckt. (Natürlich angeleint!!) Überhaupt genießt Banja Schmusen ungemein, selbst Bürsten ist willkommen.

Beim Tierarzt hatte ich jedoch einen kleinen albernen Welpen dabei! Die zwei Straßen bis zur Praxis lief sie ganz lieb mit. Das Fädenziehen muss aber furchtbar gekitzelt haben!
BanjaHinten schwänzelte Banja wie eine Wilde und krabbelte dabei von meinen Armen auf meine Schulter, wie eine Schlange! Danach verschwand der Kopf in die Leckerlidose ... die Leckerlis in der Hand blieben unbeachtet, waren ja nur drei. Zu zweit hatten wir alle Hände voll zu tun. Das linke Auge konnte die Tierärztin bei dem Suppenkasper leider nicht mehr untersuchen. Ich hab hier eine kleine trübe strichförmige Stelle bemerkt. Ich vermute hier eine ältere Verletzung (bei dem Wildfang!!), die vernarbt ist. Banja reagiert jedenfalls auf Bewegungen und scheint auch keine Schmerzen zu haben. Veränderungen hab ich auch keine bemerkt.

Ohne Sorgen kann ich Arbeiten gehen, da beide Mädels superbrav sind und nix kaputt machen. Lediglich der Küchenboden wird mit erdigen Tapsen verziert und das Sofa wird ab und an benutzt.

Nach rund sechs Wochen:
Banja
Es sind wirklich erst so ca 6 Wochen seit Banja bei uns eingezogen ist?! Jeden Tag könnte man hunderte von FotosBanja gehts gut machen. Leider ist die Kamera nicht immer so schnell zur Hand, damit man die zauberhaften Momente , die diese beiden älteren Hündinnen einem bescheren, festhalten könnte. Viele Lachfalten zaubert Banja mit ihrer komikreifen Mimik, ihrem wunderschönen morgendlichen Geplauder und ihren kleinen Streichen- wie sonntags morgens ans Bett schleichen - mir ins Gesicht.

Das Spazierengehen ist auch - wenn es auch immer noch eine sportliche Angelegenheit ist - viel entspannter. Banja hat begriffen, ich bin KEIN Schlitten. Wobei sie sich immer mit Begeisterung in ihr Geschirr stürzt (man kann es nicht anders ausdrücken). Das Füttern klappt jetzt sehr gut. Banja ist mittlerweile stets zuerst fertig. Ihre Tabletten nimmt sie brav mit dem Futter zu sich. Die OP-Narbe ist gut verheilt. Nun wechselt sie das Fell und bald wird auch ihr rasanter Haarschnitt verschwunden sein.
Banja und Zora
Zora war ja schon immer eine sehr freundliche Hündin, aber ihre zunehmende Anhänglichkeit Banja gegenüber erstaunt mich doch etwas. Sie ist diejenige, die sich zu Banja legt, schüchtern zum Spiel auffordert und Banjas Nähe sucht. Banja ist die etwas Reserviertere. Aber auch bei ihr konnte ich in den letzten 2 Wochen einige Annäherungsversuche der vertrauteren Art beobachten, z. B. beim Laufen draußen stubste sie Zora mehrfach mit der Nase auffordernd an. Heute war sie ziemlich aufgeregt, als sie ca 30Min ganz alleine zu Hause war, denn Zora musste zum Tierarzt. Angestellt hat sie nichts, aber sie war sichtlich froh, als wieder alle da waren.

Zum Tagesabschluss haben wir 3 dann noch etwas gegärtnert. Gärtnern ist außer Kochen und Kleintiere -jagen ein beliebtes Hobby der zwei. Hierbei sind auch einige Bilder entstanden, die ich Ihnen mit einigen anderen schönen Momenten anhänge. Denke die sagen mehr als ganz viele Worte!

Mitte April 2007
Banja

Eben war ich mal wieder auf der Seite der Nothilfe! Am liebsten würde ich die Türe zu Haus, Garten und Hof ganz weit aufmachen und alle Schätze hereinbitten. Besonders bei den älteren Kandidaten sind ja einige herzige (obwohl eigentlich alle) dabei!!

Ich habe Ihnen ja schon mehrfach geschrieben wie toll sich Banja und Zora verstehen, aber wie die beiden jetzt aneinander hängen erfuhr ich durch ein leider nicht ganz schönes Erlebnis dieser Tage.

Wo ist Zora abgeblieben?Die Ostertage begannen erst einmal mit einem riesigen Schrecken! In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag musste sich Zora ganz doll mehrfach übergeben. Die Nacht verbrachte ich abwechselnd mit Bauchmassieren und Aufwischen. Morgens packte ich das Mädelchen sofort zur Tierärztin, die mich mit dem Hintergrund, dass Zora vor ein paar Monaten an Anaplasmose litt, in die Tierklinik schickte. Zora war durch das ständige Übergeben ziemlich dehydriert und völlig platt. Nun um es kurz zu machen … nach dem Röntgen stellte sich heraus, dass sie wohl irgendeinen Fremdkörper im Magen hatte. Sofort kam sie an den Tropf. Müde wachte ich ca 3 Stunden bei ihr, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Banja allein zu Hause war! Nach der Infusion kamen noch ein paar kleinere Untersuchungen und dann musste ich mich schweren Herzens und voller Sorge von meinem geliebten Kämpferhündchen trennen. Sie musste zur Beobachtung da bleiben.

Voller Sorgen flog ich schier über die Autobahn! Froh über mein Kommen sprang mir Banja entgegen. Unter der Tür legte sie jedoch eine Vollbremsung hin. Mit großen blauen Kulleraugen schaute sie mich an, als wolle sie sagen: Wo hast Du denn meine Kumpeline gelassen? Alleine sein war nicht abgemacht! Traurig drückte ich sie und versuchte ihr zu erklären, warum Zora nicht da ist. ( Vielleicht hat sie es nicht wortwörtlich verstanden, aber meine Traurigkeit und Sorge hat sie gewiss gespürt) . Nach dem anschließenden Gassigehen, sprang sie wieder ins Haus und begann nach ihrer Kumpeline zu suchen. Den ganzen Abend war Banja ziemlich bedrückt und wich nicht weit von mir. Am nächsten Tag musste ich leider Arbeiten und so passte meine Mutter, die Banja nur kurz kannte, auf sie auf. Schnell fasste sie allerdings Vertrauen, fühlte sich aber weiterhin ziemlich verloren und ihres Minirudels beraubt.
Zora und Banja nach der Gartenarbeit
Doch die gute Nachricht!!!! Abends konnte ich Zora wieder abholen, ihr Zustand hatte sich zunehmend stabilisiert. Und wie sich die Maus freute wieder heimzukommen. Sie konnte gar nicht schnell genug ins Auto hüpfen. Zu Hause grummelten sich die Damen erst zu: „Hey warum warst Du ohne mich so lange aus?!“ „Hey ich war in so ner doofen Klinik, Du hattest es hier viel besser!“ Aber dann kuschelten die zwei sich nebeneinander auf ihre Decke in der Küche und strahlten um die Wette!

Noch drehe ich aus Rücksicht auf Zora nur kleine bis mittlere Spazierrunden, auch wenn sie schon wieder fröhlich durch die Gegend hoppelt. Wie als wenn sie es wüsste ,wartet die voraus gespurtete Banja auf Zora und guckt nach, wo sie bleibt. Auch zuhause liegen die beiden fast immer zusammen. Für Zora hat die Geschichte leider eine traurige Konsequenz… sie muss derzeit einen Maulkorb tragen, damit sie auch ja kein falsches Grasshälmchen oder Hasensch… fressen kann. Noch einmal so was wäre momentan fatal, da ihr Abwehrsystem wohl doch nicht so stabil ist. Die Anaplasmose hat leider ihre Spuren hinterlassen. Aber Gottlob ist sie so brav und macht nur zaghafte Versuche, das lästige Teil loszuwerden (wird aber gleich unterbunden). Übrigens hat Banja in der Zeit, in der sie alleine war auch kein bisschen was kaputt gemacht und hat sich alleine als …für einen Husky… relativ leinenführiger Hund erwiesen. Man sieht in der Geschichte werden einige Vorurteile widerlegt.
Zora nach dem Klinikaufenthalt
Banja ist ein Goldstückchen und so anhänglich! Übrigens hat sie einen rasanten Haarschnitt. Man trägt Irokesenschnitt! Aber nicht auf dem Rücken wie jedermann ...nein am Bauch!!! Durch die Kastration und das warme Wetter haart sie momentan extrem ab. Sie ist schon ziemlich nackig. Naja da wo s nachwächst sieht es nicht schlecht aus und es wird hoffentlich bald wieder. Anbei hab ich auch noch ein paar Bilder gefügt. Die Gartenarbeit war riesig anstrengend, wie man sieht!

Banja und Zora wieder vereint

Nervenaufreibende letzte Mai-Tage

BanjaLeider habe ich nun auch nicht so gute Neuigkeiten von Banja. Vorgestern war sie ganz schlapp und hüpfte mir abends überhaupt nicht fröhlich entgegen. Abtasten und Begucken brachten mich keinen Schritt weiter. Fiebermessen utopisch. Natürlich ging es am nächsten Tag zum Tierarzt. Hier zeigte sich Banja nicht sehr kooperativ. Die Blutabnahme war schwer erarbeitet und viele Leckerchen wanderten zur Bestechung in Banjas Magen. Sie erhielt noch eine Schmerzspritze. Wie durch Zauberhand war sie zuhause wieder putzmunter. Naja dachte ich vielleicht hat sie sich ja doch nur ein bißchen im Rücken gezerrt oder so.
 


BanjaLeider war mein Hoffen vergebens. Die Tierärztin informierte mich heute Abend, dass Banja eine leichte Anämie aufweist. Schilddrüsenwerte, Leber und so sind soweit okay, aber es könnte auf einen Milztumor hinweisen. Muss aber nicht. Nächste Woche werde ich dann für Banja gleich einen Ultraschalltermin ausmachen, dann weiß ich es genau. Die Tierärztin wollte mich zwar beruhigen und meinte, es sei momentan nicht lebensbedrohlich, aber die Sorgen um mein Mädchen sind doch groß. Es ist nun absoluter Schongang angesagt (schon aufgrund der großen Hitze) , bedauerlicherweise sieht Banja das ganz anders und powert draußen gleich los.

Ach ich hoffe so, dass sich alles in Wohlgefallen auflöst. Banja ist so eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Mit ihrer überschäumenden Lebensfreude und ihrem Witz und Charme fasziniert sie mich doch jeden Tag auf s neue. Banja nimmt in Zoras und meinem Leben so einen riesengroßen Platz ein und wir lieben sie so doll. Hoffentlich kann ich Ihnen nächste Woche gutes berichten.


Einige Tage später:

BanjaJuhu der Ultraschall hat gezeigt , dass in Banjas Bauch alles ok ist. So ... die größte Last ist von mir genommen. Aber hat mein Mädchen gekämpft. Selbst bei der Narkose (ohne die war leider nichts zu machen) brauchte sie fast 20 Minuten, bis sie mal lag. Krampfhaft blieb sie wie ein tapferer Mohikaner stehen. Erst eine kleine Dosis Valium entspannte sie. Nun bleibt leider noch die Frage, woher kommt die Blutarmut? Und ihre seltsamen Schmerzen, die sie wohl ab und an hat? Im Zahnbereich (man muss ja die Gelegenheit gleich nutzen) war auch nichts zu finden. Nun wird noch einmal Kot untersucht und in 12 Wochen noch einmal das Blut. Solange Banja draußen immer noch auf Mäusejagd geht und ansonsten relativ munter ist, kann ich zumindest mal durchatmen und abwarten.

Banja, bewacht von Zora

Einen schönen Moment bescherten mir meine Mädels auch noch heute. Als ich mit Banja heimkam trollte sie sich nach ausgiebigen Schmusen ( sie war wohl ganz doll froh wieder daheim zu sein ) auf ihren Schlafplatz. Und Zora trippelte ihr auch gleich nach und legte sich wie ein kleiner Wächter dazu, Banja gut im Blickfeld. So gut behütet schlummerte diese ein bisschen die Narkose aus. Wieder einmal ein Idyll, wie man es sich nicht schöner wünschen kann!


Anfang Juni

Es gibt inzwischen auch wieder Neues und Gutes!!
Banja noch immer müdeNach dem Ultraschall und mit dem Hinweis, in 12 Wochen das Blut erneut zu untersuchen, so lange sie so `munter` ist, entließ mich die hiesige Tierärztin. Richtig beruhigt hat mich das nicht. Banja schien nach wie vor Schwierigkeiten nach dem Fressen zu haben und war schlapp. Da Zora nun auch zum Tierarzt musste (abgerissene Wolfskralle... was macht man nicht alles so mit!) packte ich die 2 und fuhr in die Tierklinik . Dort war Zora mit der Anaplasmose und die Tierärztin hat sie so toll behandelt. Sie ging auch so vorsichtig und doch gleichzeitig bestimmt mit Banja um, dass diese gar nicht so kämpferisch war und sich doch recht willig angucken und Blut nehmen ließ. Und man staune: die ganze Untersuchung ergab eine Reizung der Bauspeicheldrüse. War im Blut durch erhöhte Werte zu sehen. Instinktiv hatte ich Banja bereits leicht verdauliches Futter (das von Zora) gegeben und es war ihr auch schon wohler. Jetzt bekommt sie noch zusätzlich Enzyme und das war es.
Banja gehts deutlich besser
Sie ist auch schon wieder um einiges munterer und springt wie eine Junge! Das Fell glänzt auch wunderschön wie eine Speckschwarte! Da sieht man mal wieder Tierarzt ist nicht gleich Tierarzt. Geärgert hab ich mich schon einmal wegen der doch etwas unnötigen Kosten aber auch über den Stress der Banja bei der ersten Tierärztin verursacht wurde (Narkose usw.) .So weit es möglich ist, werde ich nur noch in die Tierklinik gehen, da weiß ich jedenfalls wie gearbeitet wird. Banja ließ sich hier sogar - zwar widerwillig aber eben doch - in den Fang schauen. Zora s Pfötchen ist auch wieder soweit okay. Die beiden konnten am Tagesende mit ihren Verbänden konkurrieren.

ZoraBanja wird jetzt noch einmal in 3 Wochen untersucht, ich denke aber es wird dann gut sein. Im Verdacht als Ursache hab ich die Unkrautspritzerei in den Feldern. bei uns ist das leider schon etwas extrem. Leider neigen Zora wie Banja dazu sich Dinge einzuverleiben, die nicht unbedingt in einen Hundebauch gehören! Zora hatte ja im April diese enormen Schwierigkeiten und nun Banja. Obwohl ich wirklich schon aufpasse wie ein Luchs, aber manchmal kann man es leider nicht verhindern. Zora akzeptiert ja mittlerweile den Maulkorb, aber bei Banja sehe ich da ehrlich gesagt schwarz. Die wilde Maus, nee da ist nix zu machen.
 

  BanjaJa in den letzten Wochen durfte ich wirklich einige ganz besondere Momente mit den beiden Mädchen erleben!! Man kann die unbändige Lebenslust , die Banja verkörpert kaum beschreiben. Komme ich morgens runter , so ist sie schon fit und munter ( manchmal zum Leidwesen von Morgenmuffel Zora und Frauchen). Sie freut sich auf jeden neuen Tag , den sie erleben kann und die pure Lust am Leben sprüht aus ihren Augen. Zora ist mittlerweile wieder das sorglose Sonnenscheinchen geworden und überlässt Banja gerne die Aufgabe das Minirudel zu führen. Diese nimmt die Rolle souverän und selbstbewusst ohne unnötiges zickiges Gehabe an. Auch fremden Hunden gegenüber , die meine beiden anmeckern. Da stimmt sie ein kraftvolles Bellen an und setzt in kraftvollen stolzen Sprüngen an den ( da ohnehin keine Nordischen und somit eh weit unter ihr ) Meckerfritzen vorbei. Meine Nachbarn , deren Garten an meinen grenzt, sind ganz begeistert ( ein älteres Ehepaar mit studierender Tochter und waren selbst einmal Hundebesitzer) . Die beiden wären ja so ruhig und ausgeglichen  . Naja inzwischen haben sich die beiden auch mit den 2 Nachbarskatzen in sofern arrangiert, als dass diese sich oben auf der Mauer sonnen dürfen . Auch die Schussapparate, die momentan eine gewisse Wildwestromantik in den angrenzenden Weinbergen verbreiten, lässt meines Husky absolut kalt. ( viele Nachbarshunde bellen wegen dem Geknalle.) 

Nur mit dem miteinander Spielen klappt es irgendwie nicht so richtig. Bei Zoras Spielaufforderungen steht Banja immer irgendwie ein wenig ratlos da, als wüsste sie nicht was tun. Nun gut so spielen Zora und ich eben Fangen durch  Garten und Haus. Allerdings ging Banja in den letzten Tagen im Garten zweimal eindeutig in Spielposition. Po steil in die Luft und die Schnauze zwischen den Pfoten platt auf den Boden. Zora hüpfte sogleich zu ihr und dann… dann standen sich die 2 gegenüber und wussten nicht was tun. Na ja vielleicht klappt es doch irgendwann einmal. Draußen sind die beiden sensationell !! Banja meist vorne weg , versichert sich immer , ob der Rest auch nach kommt. An den Weggabelungen bleibt sie oft stehen und guckt zu mir. Ein Kopfnicken oder Handzeichen und schon geht s weiter in die vorgegebene Richtung. Zwischendurch wird mit Zora eine Schnüffelpause eingelegt. Nur über das Thema Fastfood –sprich Mäuse – haben meine Mädels und ich sehr unterschiedliche Auffassungen und Diskussionen. 

 BanjaAber was ältere Fellnasen noch für Leben in sich haben bewiesen mir die 2 Frechdachse letzte Woche sehr eindrucksvoll! Den Garten hatte ich ihnen über den Sommer mit einem Berg Spielsand, etwas Wiese ( sehr mühsam angelegt) und auch einer kleinen Wasserstelle hergerichtet. Da trieb sich doch abends eine kleine Maus herum. Alarmiert gingen die Mädels auf die Jagd. Da das Gejage überhaupt nicht mehr enden wollte, sperrte ich die 2 kurz in die Wohnung und scheuchte den Nager kurzer Hand in den Nachbarsgarten. Nun ist der Fall erledigt… dachte ich. Am nächsten Morgen, bevor ich zur Arbeit ging ,öffnete ich die Gartentür. Zora verschwand gleich im Outdoorbereich. Ich zog gerade meine Schuhe an, als sie Schwanz wedelnd wieder erschien. Die Schnauze voller Erde und die Forderpfoten wiesen auch eindeutig Grabaktivitäten vor. Also noch schnell Hund gesäubert , Loch wird später zugemacht, auf zur Arbeit. Nach einem nervigen Tag im Großraumbüro kehrte ich nach Hause zurück. ZoraNoch meine Post lesend betrat ich die Küche und tastete nach dem ersten Hundekopf zu kraulen. Seltsam borstig und hart?! Mein Blick fiel auf eine strahlende Banja. Oh je der Hund hatte ja schlammige Sommersprossen am ganzen Körper und Schlammsocken trug sie auch. Und… in der Wohnung schien eine Schlammbombe geplatzt zu sein!! In dunkler Ahnung betrat ich den Garten. Tja meine beiden mich gerade anstrahlenden Mädchen hatten mit vereinten Kräften das Wasserbecken ausgehebelt und die Mulde in ein schönes gut einen halben Meter tiefes Schlammloch umgestaltet. Da Schlamm ja einen zarten Teint macht, hat man dies großzügig ausgenutzt. Mit dicken Schlammbollen an den Pfoten und im Fell suchten die beiden alle ihre Schlafplätze zum Schönheitsschlaf auf. Ein bissel geschüttelt hat man sich auch und die Pfoten lässig an der Wand abgestützt. „Ihr spinnt doch !“ war mein erster und einziger Kommentar. Ich schnaufte tief durch und machte mich ans Aufräumen und Säubern. Nicht das ich jemals von einem englischen Rasen geträumt hätte , aber so hatte ich es mir auch nicht gedacht.  Banja und ZoraMittlerweile hatten meine Pelznasen bemerkt, dass ihr Wellnesstag mich nicht so wirklich begeisterte und betröppelt lagen sie nebeneinander auf einem Stück Wiese. Während dem Aufräumen stupste es mich dann auf einmal ganz sanft am Bein . Ich guckte. Da standen sie, wie als wollten sie sagen : „ Hey tut uns leid.“ Klar , da konnte ich nicht anders und schloss beide in die Arme und drückte sie ganz doll  . Richtig böse war ich ihnen eh nicht gewesen und innerlich hatte ich mir schon ein kleines Schmunzeln verkniffen. Der Hausputz war eben etwas früher in der Woche erledigt worden.
 Einen ganz besonders magischen Moment gab es allerdings auch noch. Abends sitze ich ( so weit die Temperaturen es zulassen) gerne auf der Stufe zu meinem Garten und beobachte meine Hunde oder / und lese ein bissel. Eines abends schmökerte ich in einem Buch und Zora lag vom schönsten goldenen Abendlicht beleuchtet wie eine kleine Prinzessin zu meinen Füßen. Auf einmal hörte ich die samtenen Pfoten von Banja hinter mir.

 ZoraBanja

Ich ruckte etwas zur Seite um sie vorbeizulassen, aber sie stoppte und setzte sich neben mich auf die Stufe. Mit ihren schönen sanften blauen Augen sah sie mich ganz ernst an und lehnte sich dann  sanft an mich. Vorsichtig legte ich meinen Arm um sie . So saßen wir zu dritt eine kleine Weile zusammen .  Ich muß wohl nicht erwähnen, dass mir in diesem Moment die  Tränen vor Rührung und Glück in die Augen sprangen.  

 Zora und BanjaSo und jetzt ist es doch ganz schön viel geworden…Ich werde nun die beiden Müden zu Bett bringen , denn diese Abendritual ist wieder ein kostbarer Augenblick. Banja legt sich nun ganz lang gestreckt hin und ich streichele sie am Kopf und Hals ( da mag sie es am liebsten) , bis sie sich zufrieden auf ihrem Löwendeckchen zusammenrollt. Zora knuddelt sich mit ihrer Schmusedecke neben mich und rollt sich noch ein bissel auf den Rücken, damit ich das Bäuchlein kraulen kann. Nach einer halben Stunde liegen dann 2 Fellkringel rechts und links neben mir. Beide träumen wohl von Bäumen mit Wiener Würstchen dran und schönen Wiesen. Nun kann auch ich mich zur Ruhe begeben. Ja sooooo schön ist zur Zeit mein Leben. Ach übrigens am 13.09.07 wird Zora 9 und Banja wird am 15.10.07 10 Jahre… gut , wenn wir die Zeit zu dritt ganz doll nutzen.

 

Februar 2008

Es gibt nur Gutes zu berichten. Beide sind derzeit fit und gesund. Banja bekommt nun ein homöopathisches Mittel für ihren Rücken. Eigentlich war ich bisher immer etwas skeptisch und hielt das doch eher für Brennessellutscherei. Aber mittlerweile bin ich ganz begeistert. Nie sah der Hund so gut aus und war so fit.
Banja
Leider macht Banja der Tierärztin (auch im Tierheim Worms tätig, also schwierige Patienten gewöhnt) ihre Arbeit doch ziemlich schwer. Die jährliche Impfaktion im Januar war wieder schwer erarbeitet. Dafür mussten ich und die Tierärztin vor ein paar Tagen schwer schmunzeln. Eigentlich war sie wegen Zora da (ist eine mobile Ärztin, die nach Hause kommt), die eine leichte Prellung (keine Ahnung woher) hatte. Nach getaner Arbeit saß Banja im schönsten Sitz auf der Decke, wedelte mit dem Schwanz und hatte einen Gesichtsausdruck als wollte sie sagen :" War ich dieses Mal nicht super brav ?"

Überhaupt bringt mich dieser wilde Watz ziemlich oft zum Lachen. Komme ich abends heim, höre ich schon am Hoftor ein wildes Geheul..... Banja!! Abends mutiert sie, die draußen sich immer ganz stolz gibt, zum Welpenkind. Sie aalt sich im Körbchen auf den Rücken, zieht die Vorderpfoten bis hinter die Ohren und genießt es mit einigen Verrenkungen gekrault zu werden. In letzter Zeit kuscheln die beiden Mädchen auch ganz oft zusammen. Letztens durfte Zora sogar auf den Vorderpfoten von Banja liegen.Banja an Weihnachten

An Weihnachten erstaunte Banja mich auf s Neue. Als ich meine neue CD von Eros Ramazotti auflegte, streckte sie sich auf einmal ganz entspannt im Körbchen aus, den Kopf Richtung Musik auf den Rand gestützt. Ganz verzaubert lauschte sie den Klängen des smarten Italieners und schlief irgendwann allerdings darüber ein.
Mehrere Nachbarn fragten mich nach Silvester, wie ich bzw. die Hunde denn den Abend verbracht hätten. Nun die Mädels schliefen in lässiger Haltung (wie sie Huskys im Schlaf oft einnehmen) friedlich ins Jahr 2008.

Ansonsten üben sich die beiden pfiffigen Pelznasen im Beamen. Vor ein paar Tagen backte ich 2 Käsekuchen. Man glaubt es nicht mit welcher Intensität Hunde einen Kuchen fixieren können. Eines schönen Tages wird in meiner Küche ein Käsekuchen durch Willenskraft bewegt, davon bin ich felsenfest überzeugt!!
Banja und Zora beim Sonnenbad
Ja es ist zur Zeit doch ziemlich entspannt. Wir warten (am meisten Zora) jedoch auf etwas Sonne und milde Temperaturen, um endlich wieder mehr Zeit im Garten verbringen zu können. Ist ja zur Zeit eine eher kühler Angelegenheit und Sturm Emma hat uns gründlich durchgepustet.

 

Ende März 2008

Vor einigen Tagen stellten wir 3 bei dem Blick auf den Kalender fest, dass es jetzt etwas mehr als ein Jahr ist, seitdem Banja unser Leben bereichert.

Wo ist die Zeit geblieben? War es nicht gerade gestern, als ich sie in Horb abgeholt habe? Oder war es jemals anders? Gab es frühe Morgenstunden ohne Banjas Gesang, Spaziergänge ohne Leinenakrobatik und Abende ohne die sanften blauen Augen, die genießerisch aus dem Körbli blicken???

Das Gefüge in dem Minirudel ist so, als wäre es schon immer so gewesen und es gibt so viele rührende Momente, die man leider nicht in Bild und Worten festhalten kann. Besonders Zora zeigt Banja mit rührenden Gesten ihre Zuneigung, da werden die Pfoten geleckt und die Schnauze nach dem Futtern kurz gesäubert. Richtig herzig! Dabei sind die beiden doch ziemlich unterschiedlich. Dies stelle ich öfter unter der Woche morgens fest.

Da ich meine Arbeitszeit relativ gut gestalten kann, beginne ich sehr früh (zwischen 6 und 7). Zwar können die 2 Nasen den ganzen Tag rein und raus, wie sie möchten aber morgens gibt es trotz allem einen kurzen Pinkelgang ans Feld. Leider gibt es auf diesem doch recht schmalen Weg einige nachtaktive Gesellen wie Katzen und Igelchen .Um das ganze ruhiger und zum eigentlichen Zweck dienlich zu machen, gehe ich mit jeder der Damen einzeln (ansonsten wird da nur Blödsinn gemacht!).

Zuerst gehe ich mit Zora, die zum einen die älteren Hausrechte hat und zum anderen etwas leichter wieder vom Beutemachen abzuhalten ist. Grazil trippelt sie durchs Gras, entsorgt was sich so über Nacht im Bäuchlein angesammelt hat und dreht automatisch Richtung Frühstück. Denn Bäääärenhunger hat sie immer.

Danach ist Banja an der Reihe. Diese hat mittlerweile eifrig nach ihrem Rudel gerufen. Es passt ihr eigentlich gar nicht, dass sie nicht zuerst dran kommt. Ihren Unmut bekam leider auch schon die Küchentür zu spüren. Doch vor einigen Wochen entdeckte ich, dass Banja eine ganz pfiffige Maus ist. Auf dem Weg Richtung Hoftor schaute ich noch einmal ins Küchenfenster. Banja stand auf der Treppe, die zum offenen Schlafbereich nach oben führt und meckerte halbherzig. Und was sah ich dann??? Madame meckerte pro Forma und machte sich dann auf nach oben (bisher zeigte sie sich in Punkto Treppe eher ein bissel ängstlich). Gott sei dank kam ihr nicht der Gedanke, es sich im Bett gemütlich zu machen und es blieb beim neugierigen Herumschnüffeln.

Ich weiß, dass es hier geteilte Auffassungen gibt. Eine meiner Nachbarinnen war auch schon ganz entsetzt, dass meine Hunde NICHT im Bett schlafen dürfen. Ich konnte sie jedoch beruhigen, indem ich ihr versicherte, dass die Zwei über sehr gemütliche Körbchen und kuschelige Decken verfügen. Übrigens befand sich das Schlitzohr Banja bei meinem Eintreffen wieder ganz lieber Hund auf der Decke in der Küche.
Man sieht alte Hunde stehen manchmal jungen Welpen nicht im Geringsten nach.

Und ein ganz besonders Osterei gab s von Banja obendrein. Am Ostermontag waren wir schon auf dem Heimweg von unserer Nachmittagsrunde, als uns Spaziergänger entgegenkamen (übrigens die Einzigen an diesem Tag). Wie immer nahm ich die Mädels etwas kürzer an die Leine. Als wir die Leute passiert hatten, ließ ich mit einem fröhlichen „ und ab „ die Leinen wieder los. Mit einem entschiedenen "PLÖNG" trennte sich jedoch Banja s Gurt –der wohl offensichtlich nach einem Jahr Zerren die Nase voll hatte- von der Halterung. „Toll, habe ich heute eine laaaange Leine“ und Banja hoppelte fröhlich los. In meiner Panik sie aus den Augen zu verlieren, wetzte ich wie der kleine Muck mit seinen Zauberpantinen hinterher. Natürlich total FALSCH!! Meine Seniorin war vom Fangenspielen schwer begeistert. „Halt“ schoss es mir durch den Kopf und ich erinnerte mich an den guten Rat der Hundeflüsterer. Ich blieb stehen, ging in die Hocke und lockte die Maus mit honigsüßer Stimme und tatsächlich… sie kam angetollt, spielte Zora kurz an und ..weg war sie wieder, bevor ich nach der Leine grapschen konnte. Also wieder hinterher … bloß sie nicht aus den Augen verlieren. Banja machte sich auch eindeutig auf in Richtung Heimweg. Nun würde es jedoch brenzlig, es war eine Straße zu passieren und zu dieser Uhrzeit machten sich auch die meisten Hundebesitzer zum Gassigehen auf. Wieder blieb ich stehen, Banja guckte. Entschlossen drehte ich mich von ihr weg und lief wieder Richtung Feld. Um es kurz zu machen … es funktionierte!!! Banja kam angehoppelt, um IHR Rudel nicht verlieren. Olympiareif hechtete ich nach der Leine und lobt die Maus ganz feste. Innerlich dankte ich der großen Hasenfamilie, die heute einen Ruhetag in ihrem Zuhause eingelegt hatte.

Rasch und noch immer mit einem erhöhtem Puls und puddingweichen Knien machte ich mich auf den Heimweg. Banja hat das alles nicht sehr beeindruckt. Ich denke auch nicht, dass sie richtig weglaufen wollte, aber einigen Verlockungen hätte sie wohl nicht widerstehen können. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass alles so gut ausging und werde das Komm-Training, das wir beim Spazierengehen (angeleint!!!!) immer wieder üben, weiter intensivieren.
Übrigens schlief Banja an diesem Abend besonders gut in ihrem Körbli. Seit neustem hält Banja bei der allabendlichen Knuddelrunde meine sie am Kopf kraulende Hand mit den Vorderpfoten ganz fest bis sie eingeschlafen ist.

Ende Mai 2008

Kennen Sie den Hund auf den Bildern noch? Den Schwarzen? Ja, das ist Banja. Optisch ist sie (nicht das sie vorher hässlich gewesen wäre) eine wahre Augenweide geworden. Das Fell glänzt, ein bisschen hat sie im gesunden Maß zugenommen, der Rücken ist beim Laufen gerade durchgestreckt und die Augen strahlen wie nix.
Auch ihre Beweglichkeit hat sich dank Muschelextrakten und Globulis gesteigert. Sie putzt sich seit etwa 2 oder 3 Monaten mit den Hinterpfoten am Kopf, was vorher nie zu beobachten war.

BanjaAuch sonst gab s Veränderungen. Diese beruhen wohl aber nicht nur auf neu gewonnener Beweglichkeit, nein Banja scheint nun endlich ganz und gar hier zuhause angekommen zu sein. Seit einiger Zeit kann die Maus in der so kuriosen Haltung der Huskys schlafen und auch die Hütte draußen aufsuchen. Dies gefällt Zora allerdings nicht ganz so gut. Hat ihr ehemaliger Gefährte, mein Schäferhund Fax, sofort bei ihrem Maunzen den Platz geräumt (was für eine Seele hatte dieser Hund!!!), so traut sie sich bei Banja nicht wirklich den Zwergenaufstand zu geben. Aber sie kommt auf keinen Fall zu kurz und ihre Zuneigung zu Banja ist ungebrochen. Zuneigungsbeweise gibt es hierfür öfter zu sehen.

Ansonsten verbringen die Damen viel Zeit im Garten. Da ist zurzeit aber auch was los!!!
In den Nachbarsgärten wird eifrig gerichtet, gepflanzt, geschnippelt, im Kindergartenauslauf (zum Glück nicht direkte Berührungspunkte, aber etwas einsehbar) ist Action und auch die 2 Nachbarskatzen finden sich zum Sonnenbaden ein und Mücken kann man auch noch fangen. Bei soviel Beschäftigung sind die Zwei abends auch ziemlich müde und schlummern friedlich in den Körbchen ein.

Banja auf Beobachtungsposten

Auf Posten!!

Ach übrigens musste ich bei Banja mal wieder ungewöhnliche Maßnahmen ergreifen. Sie hatte eine leichte Augenreizung durch die umherschwirrenden Pollen. NA ja - einmal habe ich es geschafft, ihr Augentropfen zu verpassen, danach ... Was nun?? Bei einer Bullenhitze saß ich schließlich mit Banja unter einem großen Badelaken zum Kamilledampfbad. Sie fand es wohl ganz toll im `Zelt` und geholfen hat es sogar auch, naja und ich habe hoffentlich auch ein bisschen Kalorien verschwitzt.

So anbei habe ich ihnen noch ein paar Bildchen zum Gucken bei getan. Leider gibt es eben nie Fotos von Spaziergängen, aber Foto und die 2 Racker??? Da muss mir wohl noch eine Hand wachsen oder sich irgendwann doch noch einmal ein Mitläufer finden, aber die Begeisterung, sich von 2 wilden Seniorinnen rumscheuchen zu lassen, hält sich in Grenzen.
 

Neueste Lieblingslage Lagebesprechung

Neuste Liegeposition

Lagebesprechung

 

Banja Gibt s hier endlich Futter ??? Wir warten !!!
 

Gibt s hier endlich Futter ??? Wir warten !!!

 

August2008

Wieder ist ein Vierteljahr vergangen und langweilig war auch dieses nicht:

Banja geht es zur Zeit sehr gut und ich konnte die Tabletten ein bissel runterfahren. Ich hoffe, dass ich im vergleichbaren Alter auch mal noch soviel Energie habe wie dieser außergewöhnliche Hund. Es ist einfach nur toll zu beobachten, wie Banja sich hier in ihren doch nicht mehr jungen Jahren entwickelt. So was von ausgelassen fröhlich, neugierig , lieb und anhänglich wie Bolle !

Eine kurze Phase hatten sie und Zora allerdings etwas Zickenalarm. Nicht dass sie sich angegrummelt hätten, nein dazu sind sie sich zu fein . Aber so ganz geschwind der anderen den Lieblingsplatz wegschnappen und sich darauf RICHTIG BREIT machen oder sich vordrängeln , dass waren so die Nickligkeiten. Leider wurde unsere Zora krank und es wurde eine Fettleber diagnostiziert. Nicht schön und die Maus muss nun wirklich Diät halten. Aber wie durch Zauberhand waren die beiden wieder ein Herz und eine Seele. Ich denke, die beigefügten Bilder zeigen es deutlich.

In der heißen Zeit ist den beiden ihr Garten der liebste Platz und dort verträumen sie die Zeit. Einmal waren wir an einem kleinen Bächlein baden. Wie erwartet hüpfte Zora sofort in das kühle Nass und schwamm dort elegante Runden. Gespannt wartete ich auf Banjas Reaktion. Mit einem riesigen Platsch sprang die Wilde ohne zu zögern ins Wasser. Schwimmen war zwar nicht so ihr Ding ,aber sie jagte mit großen Sprüngen den Bach entlang.
Nun wer schon einmal mit 2 Huskys an der Flexileine baden ging, ahnt dass so was nicht ohne Blessuren abgeht. Richtig - ich landete recht unsanft in den Brennesseln. ( Soll ja der Durchblutung dienen) .

Am Ende dieses Tages waren Zora und ich noch bei ihren Züchtern zum Geburtstag eingeladen. Nein Banja wird hier nicht benachteiligt. Aber wie man ja weiß, ist das mit einem großen hauseigenen Rudel nicht so einfach. Auch Zora muß den Einheimischen erst einmal Referenz erweisen. Aus Rücksicht auf die Senioren ( dazu zählt Banja ja auch) und des allgemeinen Friedens wegen, brachte ich sie für diese Zeit zu meiner Mutter. Zora hätte wohl gerne getauscht, denn 17 Fellnasen sind ihr doch auf Dauer zu anstrengend und sie verkrümmelte sich irgendwann in die Küche. Einer muss ja aufpassen, dass der Küchenboden auch sauber bleibt.

Banja fühlte sich bei meiner Mutter im übrigen recht wohl. Genüsslich aalte sie sich dort auf dem cremefarbenen Teppichboden und genoss den Balkon. Von dort kann man in die Felder und Wiesen schauen. Und was man da alles beobachten kann !!!. Abends waren beide Mädels jedoch recht glücklich wieder vereint zu sein.

Zur Bespaßung haben die Zwei ein neues Spiel. Dabei werfe ich kleine Stückchen Trockenfutter ins Gras ( im Garten selbstverständlich). Gierig gehen die beiden auf die Suche. Während Zora ganz genau aufpasst , wo das Bröckchen landet , versucht Banja gegen meine Hand zu springen und somit die Flugbahn zu verkürzen. Für die beiden echt ein Riesenspaß. Abends drehe ich zusätzlich ab und an auch noch mal eine kleine Runde durch die Gässchen in dem Viertel wo ich wohne. Gehe ich mit beiden ist es eher ein Vorwärtsstürmen. Da es doch einige Samtpfoten hier gibt, gehen die beiden mehr auf die Jagd, als dass man sie als Begleithunde bezeichnen könnte. Aber wir üben dran. Alleine trippelt Zora elegant durch die Straßen und lässt sich am liebsten bewundern. Banja hingegen rennt solo erst mal los und schnüffelt neugierig in allen Ecken.
 

Zora
Kühlung

Banja
Der Chefplatz


Banja und Zora
Wir haben uns wieder lieb

Banja


Zora und Banja
noch ein kurzer Schnack...

Banja und Zora
...und dann träumen


Zora und Banja
ein Herz und eine Seele , in letzter zeit häufig zu beobachten

Zora
Zora fühlt sich auf dem Chefplatz nicht ganz so wohl


Banja
was für eine Affenhitze

Zora
bin MÜDE

   


Seit neustem ist übrigens auch die Tierärztin in Banjas Gunst gestiegen. Früher eher misstrauisch beschnüffelt , so wurde sie die letzten beiden Male begeistert von den Hunden begrüßt. Man muss dazu sagen, dass bei den letzten Besuchen niemand was von Banja wollte. Beim letzten Besuch waren die Mädels so stürmisch, dass sie sogar miteinander einige Minuten gespielt haben . Ja auch Banja !!! Danach lag sie ganz friedlich neben Zora und guckte zu wie dieser Blut abgenommen wurde. Denke jedoch, dass sich das bestimmt spätestens beim Impfen im Januar wieder ändern wird. Ja so weit so gut . In einer Woche starten wir drei in den wohlverdienten Sommerurlaub ( Juhu 3 Wochen) . Wegfahren ist leider nicht, aber der eine oder andere Ausflug wird hoffentlich klappen und bestimmt gibt s wieder neue Fotos.

 

Dezember 2008

Banja links, mit Zora

Zora erholt sich derzeit ganz gut von ihrer Anaplasmose. Banja war in der Zeit, als es Zora mit einem Mal wieder sehr viel schlechter ging, sehr fürsorglich zu ihr und wartete oft geduldig im Auto während wir beim Tierarzt vorstellig waren.Zora und Banja

Da Zora recht schwach war und es zeitweise wirklich nur kurz zum Pinkeln ans Feld schaffte, drehten Banja und ich alleine größere Runden. Ganz ehrlich? Wir kamen uns ziemlich verloren vor. Spaß macht es eben nur gemeinsam.

Wobei für mich etwas angenehm... Banja allein ist ganz gut leinenführig. Verblüfft hat mich mein Mädel auch mal wieder. An einem Tag, als wir so unsere Runde drehten, begegneten wir einem Beagle. Und Banja ...? Die forderte den jungen Burschen doch glatt zum Spielen auf! Der Besitzer meinte dann, gell das ist noch ne Junge?? Schmunzelnd offenbarte ich Banjas Alter . Man muss es nur richtig verstehen, sie ist eben 1 und 1 .

Banja und ZoraÜbrigens spielen meine Mädels jetzt auch öfter mal miteinander. Natürlich nicht mehr die ganz großen Jagden durch den Garten und quer durch's Haus . Aber so ein paar Minuten sind es schon. Und letztens gab es dann dieses Bild, als Zora sich zum ersten Mal in Banjas Körbli setzte. Banja war es aber doch irgendwie komisch und sie verkrümmelte sich dann.

Banja und Zora

Häufiger sehe ich, dass Zora sich vor Banjas Körbli legt und ihre bekannte Schmusedecke benuckelt (absolutes Wohlfühlzeichen).Was macht denn unser Nachbar?

Das schönste Weihnachtsgeschenk gab es auch schon! Zoras Blutwert ist wieder im gesunden Bereich!!! Im Januar lasse ich es aber trotzdem noch mal kontrollieren. Auch Banja wird dann den ungeliebten Tierarzt aufsuchen müssen. Das jährliche Impfen ist fällig und auch der Schilddrüsenwert muss kontrolliert werden. Verraten hab ich es ihr aber noch nicht. Soll sie erst noch ein schönes Weihnachten haben.

Bewachung eines Hawaitoasts

Im neuen Jahr gab es dann bald einiges zu berichten, denn ein Wintereinbruch hatte kaum ein Fleckchen in Deutschland vor Schnee und Eis verschont und auch der Tierarztbesuch war ja bereits fest eingeplant:

Januar 2009

Die Weihnachtstage und Silvester verliefen ziemlich ruhig. Meine Mädels nahmen die Silvesterknallerei wieder ziemlich gelassen hin. Zumal es dieses Jahr aufgrund des Glatteises (man konnte in den Straßen fast Schlittschuhlaufen) doch rechtNach dem Schneegetobe ausruhen im warmen Körbchen ruhig war.

Auch bei uns gab es etwas Schnee. Okay die Bewohner des Schwarzwaldes lächeln darüber müde, aber hier ist das schon viel gewesen. Die beiden Mädchen waren sogar ganz fit drauf und besonders Zora flitzte nur so durch den Schnee. Nach den ausgiebigen Spaziergängen (ich hatte über die Feiertage schön Urlaub) genossen sie dann aber auch ihre kuschligen Körbchen.

Der Garten ist leider derzeit nicht so attraktiv, da die meisten Nachbarn das Schneemann-Bau-Alter doch weit hinter sich gelassen haben. Mittlerweile hat es nun auch wieder schwer getaut und gestern stand der Garten sogar einige Zentimeter unter Wasser. Der Boden war noch pures Eis und konnte die auftauende Oberschicht gar nicht aufnehmen. Nun hoffentlich trocknet es in den nächsten Tagen etwas ab.

BanjaJa den Tierarztbesuch hatte ich ja schon angekündigt. Den haben wir nun absolviert. Zuerst kam unsere Bany-Maus dran. Leider hat wohl die Kälte ihr ein entzündetes Auge verpasst. Wer Banja kennt, ahnt vermutlich schon, dass es wieder Schwerarbeit für den Tierarzt gab. Nun ein Auge ausleuchten und angucken ist ja auch was schlimm! Und das Abhorchen huuuu!!!! . Ich hatte an diesen Tag meine Fitnessstunde! Man glaubt nicht, was ein Hund zappeln und sich winden kann und natürlich wurde dabei kräftig geschimpft und geheult!! Weiter ging es mit Blut abnehmen und zu guter letzt gab s einen Schuss Salbe ins Auge und noch eine Impfung!!! Banja war dann schlecht gelaunt (so ohne Frühstück ist auch mies :-)) ) und wollte nur noch ganz schnell in ihr Auto.
Zora war dann wie immer die Erholung für den Arzt und mich. Ganz lieb ließ sie sich Blut abnehmen, Abhorchen und Impfen. So verschieden sind eben die Hundchen.Zora

Etwas ratlos fuhr ich nach Hause, ich sollte Banjas Auge die nächsten Tage 3mal am Tag salben. Wie dies nun anstellen? Alleine, ohne die vielen Arme einer indischen Göttin?? Aber nun manchmal macht Not eben auch erfinderisch.

Als die erste Salbung anstand legte ich Banja das Geschirrchen an. Das macht sie ja immer toll, hebt das passende Pfötchen und schwups drin isse. Damit sie sich nicht verkrümeln konnte, leinte ich sie am Treppenpfosten an. Nun folgte ganz schnell der Maulkorb. Ehe sie sich recht besann, hob ich sie mit den Vorderpfoten auf meinen Schoß und pfrimelte die Salbe ins Auge. Ganz schnell löste ich nach erfolgreicher Verarztung die Fesselei und es gab gleich Leckerli. Für Banja für's Tapfersein , für Zora für's Aufpassen.

So mittlerweile nach ein paar Tagen benötigen wir weder Geschirr, Maulkorb noch Anleinen. Ganz lieb lässt sie sich auf den ZoraSchoß nehmen und das Salben über sich ergehen!! Die Leckerlis, die sind immer noch nötig (was sich wohl auch kaum ändern wird). Ich bin jetzt schon ein bissel stolz auf die Maus. Manchmal lernt sie auch im Alter noch was. Und dazu gehört das manches Komische, was Menschen so tun, auch was gutes sein kann.

Ein paar Tage später hatte sie sich anscheinend beim Springen etwas gezerrt (kein Wunder bei dem wilden Watz). JA was bekommt mein Hund ....? Abends werden jetzt die Beinchen massiert, was ganz gut hilft. Und natürlich kommt auch Zora in den Genuss (darf ja nicht benachteiligt werden). Man sieht, es wird einem nicht langweilig. Aber Spaß macht s immer, besonders wenn die Mäuse dann so ein Zutrauen zu einem fassen und spüren, dass ich es nur gut meine.

Ach übrigens haben wir den Beagel-Buben wieder getroffen. Banja hat richtig schön mit ihm gespielt und war sogar der agierende Part. Zora wollte auch ein bissel mitspielen, aber kam leider gar nicht so zum Zug. Sie hat dann vom Beagel-Frauchen Streicheleinheiten eingeheimst. Dafür darf sie demnächst mit ihren Eltern und Familie spielen und Banja muss / darf bei meiner Mutti bleiben.Banja

Übrigens sind beide Blutteste gut ausgefallen. Zoras Blutbild ist okay und Banja muss lediglich ein bissel anders auf die Schilddrüsentabletten eingestellt werden. Der Frühling kann nun kommen, die beiden Mädels sind wild darauf ihren Garten wieder unsicher zu machen! Ich kann gar nicht oft genug sagen und beschreiben, wie toll sich Banja entwickelt hat. Hab es noch nie bereut einen "älteren " Hund aufgenommen zu haben.“

Ach – falls Sie sich wundern wegen des Maulkorbs bei Zora – reiner Selbstschutz, denn wie viele Huskys ist die kupferfarbene Schönheit unterwegs das Modell „Staubsauger“, darf aber wegen ihrer Grunderkrankungen nicht alles fressen.
 

 

 

Oktober 2009

Lange haben wir nun nix mehr von uns hören lassen. Es lag aber nicht an den beiden Mädels. Nein der Grund lag in einem Jobwechsel. Nur mal um allen "alleinerziehenden " Hundebesitzern etwas Mut zu machen .... Mein alter Job wurde in ein Callcenter mit 7.30bis 23 Uhr-Service (komplette Woche mit Sonn- und Feiertagen) und das jeden Tag anders umstrukturiert. Komplett-Katastrophe für meine Fellnasen und mich!Banja

Aber mit viel Hartnäckigkeit und Mut fand sich ein neuer Job mit hundefreundlichen Arbeitszeiten. Nun fange ich wieder am frühen Morgen 6.30 Uhr an und kann nachmittags mit meinen dann topausgeschlafenen Mädchen die Felder und Wiesen unsicher machen. In dem neuen Arbeitsbereich gab s aber auch jede Menge zu lernen und nach Feierabend rauchte mir so der Kopf, dass ich den PC ehrlich gesagt nicht wieder anschalten wollte. So langsam wird aber alles Routine und nun liefere ich mal die Highlights der letzten Monate nach.

Das Frühjahr wurde von Banja und Zora lange herbeigesehnt. Was für eine Freude war es dann, wenn ich morgens die Gartentür öffnete. Zuerst purzelte Prinzessin Zora heraus und begrüßte alle Grashalme, Mücken, Ameisen, Blumen und was da sonst noch so kreucht und fleucht. Dann erschien Königin Banja huldvoll in der Tür. Gnädig nahm sie die Referenz ihres imaginären Volkes entgegen und schritt nach einer Anstandsminute Ihr Königreich ab und hielt prüfend die Nase in den Wind.

Im Sommer und dem dazugehörenden Urlaub marschierten wir aufgrund der heißen Temperaturen schon um 6.00 Uhr los und konnten somit wunderschöne Sonnenaufgänge in glühendem Rot- und Goldtönen bewundern. Den Rest des Tages verbrachten wir meistens gemütlich zu dritt im Garten. Sicherlich nicht spektakulär, aber wir genossen es glaube ich alle drei uns einmal wieder so richtig nahe zu sein und Zeit füreinander zu haben.

Banja und Zora geniessen den SommerEin ganz besonderes Ereignis muss ich auch noch schildern. Es gibt bei uns ein Kleefeld (jedes Jahr ist dort Klee gesät) . Als dieser in voller Blüte stand, spazierten wir drei mal wieder dort vorbei. Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch nie soooo viele Schmetterlinge gesehen! Wirklich Hunderte und wenn wir vorbeiliefen umschwebte uns immer eine Wolke dieser filigranen Wunderwerke! Dieses Spektakel dauerte ganze 2 Wochen an. Leider konnte ich das nicht fotografieren! Aber meine Huskys umschwebt von Schmetterlingen sahen wirklich sehr schön aus.

Übrigens überraschte Banja mich erneut!!! Sie kann es doch!!! Seit sie bei uns lebt hab ich immer mal wieder versucht ihr SITZ beizubringen. Na ja der Erfolg war nicht wirklich gegeben. Nun hatte ich das eigentlich aufgegeben und siehe da..., eines mittags gab ich ihr und Zora ein Leckerli. Bei dem Befehl Sitz plumpste Zora recht zügig in ihre Fröschlehaltung. Auf einmal ging auch Banja zögerlich in die gewünschte Position. Flugs schob ich ihr das Leckerli zu. Zuerst glaubte ich an einen Zufall, aber nach öfterem Ausprobieren scheint sie es verstanden zu haben. Na ja keine Bange ! Banja bleibt Banja. Nein sie sackt nicht wie ein Kommissar Rex zusammen. Zögerlich und mit einem Blick der sagt ...ich bin ein Schlittenhund kann rechts und links und schnell laufen, das genügt doch wirklich! wird diese Übung ausgeführt.Banja

Ja unsere Maus hat schon einige ulkige Angewohnheiten (angenehme wie die der unangenehmeren Sorte). Nach dem Spazierengehen gibt es den Löwensprung! Wenn ich ihr im Hof das Geschirrchen ausgezogen habe, dann springt sie mit einem Satz die 3 Stufen zur Haustür hoch. Je nach Laune und Fitness fällt dieser dann aus, ein echtes Stimmungsbarometer. Ruft man sie zurück, weil sie noch etwas gesäubert werden muss, dann springt sie ebenso wieder runter und schmiegt sich wie ein Kätzchen an die Beine (okay somit ist sie dann schon teilgesäubert).
Beim Pfotenputzen besteht sie auf eine einzuhaltende Reihenfolge, erst die hinteren Pfoten, dann Bauch und zum Schluss die vorderen Füße. Sie ist dabei wirklich sehr geduldig, anders als die sonst so wirklich umgängliche Zora, der das gar nicht behagt.

Im Sommer gab es auch noch ein Ausflug der besonderen Art. Meine Bekannten baten mich einen Tag auf die Senioren ihresBanja und Zora Huskyrudels aufzupassen. Natürlich brauchte mir da keiner Daumenschrauben anzulegen. Nun war der kleine Haken daran, dass es eben ein Tag sein würde und ich Banja ja einmal nicht alleine daheim lassen konnte und auch nicht zu meiner Mutter (die kann mit ihr aufgrund körperlicher Beweglichkeit nicht laufen) bringen konnte. Also musste /durfte sie mit. Für Zora bestand dieses Problem nicht, da sie ja aus diesem Rudel stammt. Aber in dem Haushalt meiner Bekannten ist alles auf Husky eingerichtet und man konnte die Hunde soweit trennen. Es war aber sehr spannend das Verhalten der Tiere zu beobachten. Banja und Zora lagen draußen in dem kleineren Gehege. Die Alt-Chefin und noch immer heimliche Macht des Rudels marschierte vorbei und musste natürlich gucken, wer da in ihr Reich eindringt. Nein es gab kein Gebelle oder Gezetere. Aber man sah genau, Banja und die Chefin wussten jeder sofort wer da voreinander stand und welchen Rang die jeweils andere hatte. Die Körpersprache dieser Hunde ist erstaunlich!!! Zur Sicherheit behielt ich die Trennung der Tiere aber bei und alles lief sehr friedlich ab. Meistens spielten die Pelznasen Beamtenmikado (wer sich zuerst bewegt hat verloren) und dösten bei dem doch recht warmen Wetter vor sich hin. Banja genoss es allerdings sichtlich mal ein so großes Grundstück zum Flitzen zu haben und war keine Minute ängstlich.Zora und Banja

Auch ansonsten leidet sie nicht an mangelndem Selbstvertrauen. Lustig ist zu beobachten, wenn ich nach dem Spazierengehen in unsere Straße einbiege. Vorher können die Mädels noch so müde geschlichen sein, da gehen die Köpfe hoch und stolz werden die Schwänze aufgestellt, so als wollten sie sagen, hey wir sind die Könige der Straße!!! Übrigens hat sich Banja heiß in einen wolligen Rüden verliebt. Wenn sie den schon von weitem sieht wird freudig gewinselt. Dumm nur, dass dieser so gar nichts von ihr wissen will. Mit tellergroßen Augen versucht er sich immer unauffällig vorbeizuschleichen. Reif für einen Comic! Nun ja der bereits erwähnte kleine Beagle wird dann ab und an auch gnädig begrüßt.

Nun ist es wieder Herbst geworden und leider sind nun Trauben und Zuckerrüben in Ernte. Gemüse und Obst sollen ja gesund sein, aber nach Banjas Vorstellungen handelt es sich dabei um mindestens 3 Kilo Trauben und 2 dicke Rüben obendrauf (natürlich alles mit dem Trekker püriert, lecker) . Da ist es gut, dass ich sie dann am Geschirr wie ein Koffer vom Gepäckband aus den Trauben / Rüben heben kann. Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn es Winter ist und die ganzen Überreste verschwunden sind, natürlich nicht unbedingt in Banjas Bauch.

Zora

So nun ist alles wieder auf dem Laufenden und ich werde wieder berichten, wenn es neues gibt. Demnächst steht für Zora eine Zahnreinigung und Entfernung eines Talgboppels an.

 

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