Der blinde Efram – genannt Effe


Wir können nur sagen, dass wir es nicht bereut haben, den Effe aufzunehmen. Es gab weniger Schwierigkeiten mit ihm, als wir erwartet haben und die waren ganz anders als vermutet.
Efram, Malamute-Husky-Rüde
Zum Beispiel war es anfangs sehr schwer, ihn zum Spazieren gehen zu bewegen. Nur mit der Leine mussten wir Effe regelrecht vor die Haustür transportieren, hatte er dann sein Geschäft gemacht, sofort den Rückweg eingeschlagen, die Treppe rauf, auf seine Decke, von der er kaum runter zu kriegen war. Man konnte die Angst spüren, die er hatte, dass er womöglich sein Zuhause wieder verlieren würde.
Blinder Malamute-Husky-Rüde
Heute ist es so, dass er sofort kommt, wenn es heißt „Ausgehen“, aber wenn er wieder nach Hause kommt, fängt er an zu bellen und freut sich ein Loch in die Mütze und rennt um den Tisch „Hallo, ich bin wieder da!“.
Was auch die erste Zeit ein Problem war: Autofahren. Zuerst lag er ganz ruhig und schlief, dann fing er plötzlich laut an zu schreien und wenn er gekonnt hätte, wäre er am liebsten aus dem Auto geflüchtet.

Wir vermuten sowieso, dass Effe einen Unfall, evt. mit dem Auto(?) gehabt hat. Er leidet an Gleichgewichtsstörungen, wenn er schmusen kommt und dabei die Pfote gibt, kippt er zur Seite und kann sich gar nicht gerade halten. Auch die hintere linke Pfote ist nach außen gestellt.
Malamute-Husky-Rüde
 

Wir waren mit Effe auch in Hannover in der TK, um seine Augen untersuchen zu lassen. Leider ist es so, dass man nichts machen kann, es ist eine genetische Blindheit, die bereits die Netzhaut zerstört hat. Der einzigste Vorteil für Effe war, laut Aussage der Professorin, dass die Erblindung über mehrere Jahre erfolgt ist, dadurch hat er sich so gut ans Blindsein gewöhnt. Übrigens ist Effe bereits ca. 7 Jahre alt (für uns kein Problem), da die Erblindung zwischen dem 4ten und 6ten Lebensjahr erfolgt.
 

Im Großen und Ganzen ist er ein ganz normaler Hund, er unterscheidet sich nicht von den Mädchen, das kann man ja auch auf den Bildern sehen.

Efram, blind aber glücklich
Meine persönliche Meinung ist, dass es für einen blinden Hund gut ist, wenn er nicht als Einzelhund gehalten wird, es gibt vieles, was ich ihm als Mensch nicht geben kann. Effe mag es, nach Mäusen zu buddeln, mit den Mädchen über’s Feld zu laufen und mit ihnen zu toben.
Ansonsten hat er sich zu einem Schmuser entwickelt. Er kommt, gibt Pfote, legt seinen Kopf an mein Knie und wenn ich ihn dann streichle, dann leckt er ganz sanft über meine Hand.

Blinder und glücklicher Efram
Es gäbe noch viel zu erzählen, aber ich will zum Schluss kommen. Nur eins möchte ich noch allen Tierfreuden sagen, gebt auch einem behinderten Tier eine Chance.
Malamute-Husky-Rüde Efram

 

 

 


Familie Kaiser mit Asja, Gini, Effe und Sina
 

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