Wir hatten nur elf Monate mit Hexe – aber die waren sehr intensiv

 

Leider hat nun doch der Krebs gesiegt. Er hatte wohl doch schon vor der OP in die Lunge gestreut. Aber – auch wenn es noch sehr weh tut – ich würde jederzeit wieder identisch handeln und diesen Hund zu uns holen! Es war eine wunderbare und sehr intensive Zeit, die wir mit Hexe hatten. Ihr Motto könnte ‚Qualität vor Quantität‘ gewesen sein.
Aber nun von Anfang an:

Als die Fronten mit Ruby geklärt waren, zeigte sich Hexe ihr gegenüber von einer äußerst sozialen Art. Und sie hielt sich offensichtlich an Absprachen, die sie mit Ruby getroffen hatte. Die Hundeklappe wurde nur benutzt, wenn ich sie aufhielt. In die Hütte ging sie nicht, trotz vieler Motivationsversuche. Sie schaute auch nach Ruby und, als diese schwächer wurde und die Runden kürzer, war Hexe zwar bereit mit mir mal separat walken zu gehen, aber abends mussten wir dann wieder zusammen schlendern gehen. Sie tat Ruby sehr gut mit ihrem Verhalten.

Als Ruby starb, fing sie uns ab.

Hexe Hexe

 

 

 

Hexe war nun da angekommen, wohin sie immer wollte. Sie musste nicht mehr teilen. Sie freute sich über den Schnee, der leider nicht lange liegen blieb. Und sie zeigte auch, dass sie sich jetzt vollends nach ihren Bedürfnissen einrichtet. Sie besetzte sofort die Chef-Hütte.

 

Hüttenbesetzerin

 

 

Hexe im Auto

 

Extrem wichtig war immer, dass sie in unserer Nähe sein und überall mit hin durfte. Die Box im Auto fand sie klasse. Sie begleitete uns, ob auf die Station der NfP, zur Hochzeit meiner Nichte, zu einem Sondertermin bei meinem Chef, oder zum Einkaufen im Dorf. Die Menschen, die wir trafen waren von ihrer souveränen Art begeistert und sie war überall beliebt.

 

HexeDie Einweihungsfeier der Station fand sie besonders gut, weil sie den ganzen Tag persönlich von einem lieben Mitglied betreut wurde, das zum Fest aus Itzehoe angereist war. Sie war ein richtiger Genießer. Menschliche Zuwendung, selbstgebackene Kekse, reife Himbeeren –die sie im Garten selbst erntete – sowie lange Spaziergänge in der Natur oder gute Musik gehörten in ihre Welt.

Wir hatten nie zuvor einen Husky, der so leicht zu lesen war, trotz ihrer ‚Teddy-Bär-Ohren‘. Sie beherrschte den ganzen Mimik-Fächer von Freude bis Ekel und war jederzeit deutlich und extrovertiert. Als wir einen anderen Husky mit auf unsere Runde nahmen, machte sie mir unmissverständlich klar, dass er keinesfalls mit zu uns nach Hause kommt!

 

Hexe ohne LeineAls sie langsamer wurde, durfte sie auch frei ihre Geschwindigkeit ohne Leine bestimmen. Es war ihr sehr recht, dass wir sie nie zu irgendetwas gezwungen haben und wir sind sehr froh und dankbar, dass wir mit Hexe – wenn auch nicht lange – unser Leben teilen durften.

Christiane und Uwe

 

 

 

 

 

 

 

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