Erfahrungsbericht – Hundeernährung bei Magen-Darm-Problemen
Getreide in der Hundefütterung

Als Vorabinfo, man findet mich und denjenigen, um den es hier geht, unter „Glücksfelle“, dann, „Jan. 2008“, da habe ich unseren „Isaak“ abgeholt. Eine erste Post nach seinem Einzug findet sich noch unter „Post von schon lange glücklich vermittelten Hunden“ (ungefähr in der Mitte der Seite).

Isaak ist ein mittlerweile 1-jähriger Alaskan-Malamute-Rüde und ich wusste bei der Übernahme, dass er Durchfall hat, habe auch die Kotanalyse des dortigen Vet-Labors mitbekommen und bin gleich am nächsten Tag damit zu unserem hiesigen Tierarzt gegangen.
Diagnose: Bakterienbefall und Giardien, gefährliche Darmbakterien.

Es folgten beinahe drei Monate, in denen es nicht gelang, des Durchfalls Herr zu werden. Aufgrund von Antibiotika-Behandlungen waren die Giardien ausgemerzt, es wurden sanfte Mittel zum Wiederaufbau der Darmflora verabreicht (Baktisel, Plantaferm in Pulverform (Laktobazillen)) – nichts. Der Durchfall war hartnäckig, ein einziger Wasserstrahl, und eine vom Tierarzt in Erwägung gezogene möglicherweise vorliegende Futtermittelunverträglichkeit war abgeklärt, ein diesbezügliches Blutbild hatte keinen Befund ergeben.

Der Hundetrainer, bei dem ich mit Isaak Unterricht nehme, um gewisser „malamut’scher Teenagerallüren“ Herr zu werden, hat mich über die Rolle des Getreides in der Hundefütterung aufgeklärt – ich dachte bis dahin eigentlich, dass ich einigermaßen Bescheid wüsste, war ja nicht mein 1.Hund...

Es ist klar, dass Hunde Fleischfresser sind, daneben nimmt der Urahn Wolf aber mit dem Mageninhalt seiner Beutetiere auch einen kleinen Teil vegetarischer Nahrung auf – so weit, so gut. Dieser vegetarische Teil besteht aber aus Grünpflanzen – Gras, Blätter, Baum- und Pflanzentriebe, vielleicht mal wildes Gemüse – was noch dazu zumindest schon anverdaut ist, also leichter verdaulich. Nun ist in fast jeder modernen Hunde-Fertignahrung ein mehr oder weniger hoher Getreideanteil zu finden; das wiederum ist aber NICHT artgerecht und von manchen Hundemägen entsprechend schwer zu verdauen; es liegt ihnen sozusagen schwer in Magen und Darm. Es ist ein Irrglaube, dass der Wolf mit dem Mageninhalt seiner Beutetiere ja auch Getreide frisst – die Beutetiere haben in der Regel kein reifes Kornfeld als Futterquelle zur Verfügung, und falls sie doch mal Ähren abfressen, wäre dieses Korn auch wieder vorverdaut, bevor sie einem Wolf zum Opfer fallen.
Ich behaupte hier nicht, dass Getreide Gift für Hunde sei; der normal gesunde Hund kann es durchaus verdauen – hat wohl auch einen guten Sättigungseffekt.

Mein Hundetrainer hat sich mit mir zusammen die Magen-Darm-Schonkost genau angesehen, die ich vom Tierarzt erhalten hatte – darin war, obwohl vom Futtermittelhersteller als medizinische Schonkost für angeschlagene Därme ausgewiesen – ein recht hoher Getreideanteil enthalten.

Ich wechselte nun auf ein normales Trockenfutter, nicht medizinisch, was absolut kein Getreide enthielt, dabei aber nicht nur Fleisch, sondern diverse andere, leicht verdauliche (auch vegetarische) Inhaltsstoffe, u.a. Lachs, und nach höchstem Reinheitsgebot in Kalifornien, USA, hergestellt wird, so dass es auch die Vorgaben für den menschlichen Verzehr erfüllt.

Schon einen Tag nach der Umstellung wurde der Durchfall breiig, zwei Tage danach setzte Isaak normalen Kot in Form von Würsten ab... Zufall? Ich glaube nicht!
Mein Hundetrainer hat mir erzählt, dass er einmal den Hund eines Kunden unter tierärztlicher Aufsicht auf (Radikal-)Diät gesetzt hat; der hat noch am 4.Tag ohne Futtergabe Kot abgesetzt...

Sollten Sie, lieber Leser, ähnliche Probleme mit Ihrem Hund haben, und dieses (oder ein anderes getreidefreies) Futter einmal ausprobieren wollen, dann wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle, dort erhalten Sie weitere Informationen. Bitte haben Sie Verständnis, dass hier keine Namen erwähnt werden; ich möchte weder Werbung machen (ich hätte auch keinen Vorteil daraus), noch möchte ich bestimmte Hersteller oder die Getreidefütterung verdammen, ABER:

Nicht alles, was von Futtermittelherstellern angepriesen wird, ist empfehlenswert, auch nicht, wenn es sich um sog. „medizinisches“ Futter handelt, das Sie nur beim Tierarzt bekommen!!! Tierärzte sind normalerweise keine Diätberater, sie sind auch darauf angewiesen, das zu glauben, was der Hersteller draufschreibt und vertreiben das in gutem Glauben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute mit Ihrem Hund und hoffe, dem einen oder anderen eine kleine Anregung gegeben zu haben oder sogar eine Hilfe gewesen zu sein.

Sabine Grübl aus Rohr i. NB

 

Diese interessante Seite einem Freund senden

zurück