„Unser letztes Jahr mit Ruby“

 

Ruby

 

Rubys Höhenflug hielt nur zwei Monate an. In dieser Zeit hat sie mich auch noch dazu gebracht von Trockenfutter auf Nassfutter umzustellen, weil es ihr besser schmeckte und leichter zu kauen war. Dann wurde sie schwach und lachte auch nicht mehr. Unser Doc stellte eine Bauchspeicheldrüsen-Entzündung fest. Das war schlimm und wir taten alles um unserem Mädchen zu helfen. Ich fuhr mittags nach Hause, um ihr dreimal täglich Futter geben zu können und kümmerte mich intensiv um sie. Und wider Erwarten erholte sie sich. Ich war überglücklich, backte Hundekekse für sie und wendete alle Tricks an, damit sie wieder drei Kilo zunahm. Im Mai machten wir dann Urlaub mit Ocho und seiner Familie im schönen Altmühltal.

 

 

Ruby mit Ocho Ocho ist in Rubys Alter und den heißblütigen Spanier fand Ruby von Anfang an sehr attraktiv. Den Urlaub mit ihm hat sie sehr genossen!

Zuhause wurde sie dann sehr traurig. Sie vermisste wohl einen hündischen Partner. Das Spiel mit den Hunden, die wir beim Gassi-Gehen trafen war ihr teilweise zu wild und ich musste mich öfter schützend vor das arthröse Mädchen stellen. Sie konnte auch nicht mehr die Hundeklappe betätigen, weil ihre Kräfte nachließen. Dann hat sie mich halt nachts geweckt, wenn sie mal raus musste. Manchmal reichte auch die Zeit zum Melden nicht mehr. Dann weckte sie mich anschließend, damit ich das Pfützchen gleich aufwischen konnte.

Wir überlegten, ob wir wieder einen Rüden in unsere Familie aufnehmen sollen, aber alle rieten uns ab. Bis dann Hexe zum Notfall wurde und der Rudelrat beschloss, dass wir sie auf alle Fälle bei uns aufnehmen sollten.

Die beiden Damen hatten ein paar Tage lang harte Auseinandersetzungen um die Rangordnung, aber als geklärt war, dass fortan Hexe das Zepter in der Hand hat, meinte Ruby: ‚Dann übernimmst Du aber auch alle Verantwortung!‘. So geschah es und Ruby konnte entspannen und begann wieder zu lachen. Ruby und Hexe

 

 

Hexe hat ihr sehr gut getan. Und Hexe respektierte die alte Dame nach der Klärung auch. Es waren noch ein paar schöne Monate mit den beiden, bis Rubys Knochenbau dann rapide nachließ. Wir zogen zum Schlafen wieder alle ins Wohnzimmer um, damit Ruby nicht alleine sein musste und sie war mittels Tabletten schmerzfrei. Im Weihnachtsurlaub bemerkte ich dann, dass sich unsere Ruby nicht mehr so gerne hinlegt, weil ihr das Aufstehen immer schwerer fiel. Als ich dann Anfang Januar sah, dass sie nachts regelrecht vor Erschöpfung umfiel, um sich gleich anschließend wieder hochzukämpfen, beschlossen wir zwei Tage später, sie in Würde gehen zu lassen.

Sie wurde 14,5 Jahre alt und wir durften sieben schöne Jahre mit ihr verbringen. Ihr Verlust tat lange sehr weh und ich kann auch erst heute (ein halbes Jahr später) diesen Bericht schreiben. Sie war eben ein ganz besonderes Mädchen!

Christiane und Uwe

 

 

 

 

 

 

Diese interessante Seite einem Freund senden

zurück