Cheyletiellen – „wandernde Schuppen“

 

Die Cheyletiella-Milben sind wenig wirtsspezifisch, sie machen weder vor Hunden, Katzen noch Kleinsäugern halt. Allerdings kann hier ein Tier überträger sein, ohne selbst zu erkranken.

Auch diese Milbenart ist hoch ansteckend bei direktem Kontakt und die Milben sind ebenfalls sehr lange (bis zu 21 Tage) außerhalb des Wirtes lebensfähig. Cheyletiellen leben oberflächlich auf der Haut, die sie zur Aufnahme von Gewebeflüssigkeit durchbohren. Die weiblichen Milben legen Eier, die an die Haare des Wirtstieres angeheftet werden. Der gesamte Entwicklungszyklus der Milbe dauert 5 – 6 Wochen und läuft ebenfalls komplett auf dem Wirtstier ab.

Der für die Cheyletiellose typische Juckreiz ist leicht bis hochgradig, Schuppen bilden sich im Rückenbereich, den Schultern und an der Außenseite der Ohrmuscheln. Bauch und Beine werden verschont.

Cheyletiellen tierärztlich nachzuweisen ist einfacher, manchmal sind sie bereits durch eine starke Lupe auf dem Tier zu erkennen. Die Untersuchung von Hautgeschabseln, ausgekämmten oder ausgezupften Haaren unter dem Mikroskop ist ebenso gebräuchlich wie der Nachweis abgeschluckter Milben oder Milbeneier im Kot.

Die Behandlung der Cheyletiellose ist dieselbe wie die der Sarcoptesräude.

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