Hundekrankheiten – Dirofilariose

(Herzwurmkrankheit)

Krankheitsbild

Der zugrunde liegende Parasit ist Dirofilaria immitis, der von Stechmücken (Zwischenwirt) in Form von infektiösen Drittlarven beim Saugakt auf den Hund übertragen wird. Im Hund entwickeln sich daraus die so genannten Makrofilarien. Diese sind zweigeschlechtlich, die weiblichen Parasiten gebären Mikrofilarien, welche sich erst wieder in der Stechmücke zu den für den Hund infektiösen Drittlarven entwickeln können. D.h. die Anzahl der Makrofilarien ist abhängig von der Menge der beim Saugakt der Stechmücke übertragenen Drittlarven.

Dirofilaria immitis kommt in allen tropischen und suptropischen Gebieten, einschließlich der Mittelmeerländer vor. Derzeit werden bis zu 70 verschieden Stechmückenarten für die übertragung verantwortlich gemacht.

Symptome

Die Makrofilarien sitzen v.a. in den Lungenarterien. Durch ständige Reizung der Arterienwände kommt es zu Verdickung der Arterien. Dadurch kommt es zu einer Drucksteigerung im Lungenkreislauf (Cor pulmonale) und einer erhöhten Thrombosegefahr, welche durch entzündliche Veränderungen und abgestorbene Würmer noch erhöht wird. Folgeerkrankungen können rechtsseitige Herzinsuffizienz, Bauchwassersucht, Leberschwellungen, Lungenentzündung und Eisenablagerung im Organismus sein. Massiver Befall kann zu Blutrückstau in die Leber führen, was Erkrankungen von Leber und Gallenwegen verursachen kann. Weitere Folgen sind Anämien, Ausscheidung des Blutfarbstoffes über den Urin und Gerinnungsstörungen, schließlich ein tödliches Nierenversagen.

Die betroffenen Tiere verlieren zunächst an Gewicht und Kondition, Husten stellt sich ein.

Behandlung

Dirofilarien werden serologisch nachgewiesen, Makrofilarien mittels Elisa. Bei schwerem Befall ist ein Nachweis der Makrofilarien mittels Ultraschall in der A. pulmonalis oder im Herz möglich.

Makro- und Mikrofilarien müssen separat behandelt werden. Die Therapie richtet sich nach der Stärke des Befalls. Bei extremem Befall kann unter Umständen sogar eine Operation (Entfernung großer, gut darstellbarer Makrofilarien) nötig sein. Stark befallene Hunde erhalten eine Erstinjektion eines Medikamentes, um einen Teil der Makrofilarien abzutöten ohne dabei eine Lungenembolie auszulösen und etwa drei Wochen später zwei weitere Injektionen im Abstand von 24 Stunden zur Abtötung der restlichen Makrofilarien. Zusätzliche Behandlungen während der Therapie, die die Gefahr einer Lungenembolie mindern, sind ebenso angezeigt wie Käfigruhe.

Mikrofilarien werden in einer weiteren Behandlung abgetötet. Der Behandlungserfolg wird nach drei Wochen kontrolliert, sind Mikrofilarien nachweisbar, wird erneut behandelt. Können nach weiteren drei Wochen noch Mikrofilarien nachgewiesen werden, ist von nicht abgetöteten Makrofilarien auszugehen und die gesamte Therapie zu wiederholen.

Vorbeugung

Wenn Sie einen Urlaub mit Ihrem Hund in einem südlichen Land planen, versehen Sie das Tier mit einem wirksamen Zeckenschutz. Zusätzlich sollten Sie Ihren Hund täglich auf Zecken absuchen und diese sofort vorsichtig entfernen.

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