Krampfanfall

Zum Stichwort Krampfanfall fällt dem meisten Menschen sofort Epilepsie ein, es gibt jedoch noch viele andere Ursachen, die einen Krampfanfall auslösen können. Ein Krampfanfall kann Folge einer bis dahin vielleicht nicht einmal bekannten Erkrankung sein, beispielsweise einer Tumorerkrankung oder Folge eines Herzfehlers. Ursächlich kann auch Staupe oder eine Vergiftung sein und manch anderes. Ein Tierarztbesuch ist daher im Anschluss immer unbedingt erforderlich.

Anhaltende Krämpfe, also Kontraktionen der Muskeln, sind eine drastische Erscheinungsform, es gibt auch andere Symptome, die in das Erscheinungsbild Krampfanfall (im Sinne von Bewusstseinsstörung) eingeordnet werden. Manche Tiere sind orientierungslos, andere schnappen in die Luft oder laufen im Kreis, sind nicht ansprechbar, fallen um, häufig kommt es auch zu unkontrolliertem Kot- und Urinabgang, viele Tiere speicheln stark.

Während des Anfalles können Sie nicht viel tun. Auf keinen Fall das Tier festhalten. Machen Sie sich bewusst, dass das Tier vermutlich wenig davon miterlebt und keine Schmerzen hat, bleiben Sie ruhig. Achten Sie darauf, dass das Tier sich nicht an Gegenständen in der Umgebung verletzten kann, polstern Sie ab, was Sie nicht entfernen können. Schalten Sie grelles Licht und unnötige Lärmquellen wie den Fernseher aus. Manche Tiere reagieren auf alle äußeren Reize, selbst auf beruhigendes Zureden oder Berührung negativ. Versuchen Sie von den beobachteten Symptomen so viel wie möglich im Gedächtnis zu behalten, damit Sie dem Tierarzt möglichst viele Hinweise geben können.
Dauert der Anfall länger als fünf Minuten, versuchen Sie telefonisch den Tierarzt zu erreichen und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen.
Ist der Anfall vorher vorbei, geben Sie dem Tier etwas Zeit zur Erholung, rufen Sie den Tierarzt an und bringen Sie das Tier möglichst stressfrei nach Absprache in die Praxis.
 

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