Der Pfotenverband

Bitte denken Sie auch hier immer an Ihre Eigensicherung – wenn Sie nicht sicher sind, dass Ihr Patient wirklich kooperativ ist, legen Sie vorab eine Maulschlinge an.
Einen Hund mit Pfotenverletzung sollten Sie am besten auf der Seite liegend „verarzten“, im einfachsten Fall befolgt Ihr Hund das Kommando „Platz“ und lässt sich von Ihnen auf die unverletzte Seite kippen.
Im anderen Fall knien Sie sich, wenn Sie alleine sind, so neben Ihren Hund, dass er seitlich zu Ihnen steht, beugen Sie sich über seinen Rücken und greifen Sie nach den Pfoten, die näher zu Ihnen sind und ziehen Sie ihm diese weg. Dabei kippen Sie den Hund gegen sich, dass er über Ihre Knie sanft auf den Boden rutscht. Bei dieser Methode sind Ihnen natürlich von der Größe des Hundes bzw. Ihrer eigenen Körpergröße gewisse Grenzen gesetzt.
Sind Sie zu zweit, kniet einer links und einer rechts neben dem Hund, einer greift unter dem Bauch des Hundes durch und entzieht ihm die Beine, die nicht auf seiner Seite sind, der andere fängt den Hund mit den Händen am seitlichen Rückenbereich ab und gemeinsam lassen Sie ihn sanft in Seitenlage auf dem Boden aufkommen.
 

Pfotenverband 01 Fixiert wird der Hund wie auf dem Foto zu sehen von demjenigen, der am Rücken des Hundes kniet, die Unterarme halten den Hund mit sanftem Druck im Schulterbereich und im hinteren Rückenbereich in seiner seitlichen Lage, mit der entsprechenden Hand umgriffen kann das Bein gut in Arbeitsposition gehalten werden.
Pfotenverband 02 Die Wunde sollte gesäubert werden, bevor Sie einen Verband anlegen.
Wenn Sie einen Verband anlegen, der länger als bis zum Tierarzt (etwa ein oder zwei Stunden) drauf bleiben soll, müssen Sie zwischen den Zehen sorgfältig polstern, bei einem kurzfristigen Verband können Sie auf diese Zwischenpolsterung verzichten.
Legen Sie unten an der Pfote zunächst ein U und wickeln Sie die Polsterung dann nach oben, die Polsterung sollte auf jeden Fall über das Gelenk führen.
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Danach wickeln Sie eine Mullbinde, wieder mit einem U an der Pfote beginnend, über die Polsterung, achten Sie darauf, dass Sie nicht bis ans äußerste Ende der Polsterung wickeln, sondern etwas vorher aufhören.
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Im Idealfall haben Sie dann eine selbst haftende elastische Fixierbinde zur Hand, die Sie, wieder mit einem U an der Pfote beginnend über die Mullbinde wickeln.
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Wenn Sie am Bein bis über die Polsterung wickeln, achten Sie bitte sorgfältig darauf, dass diese obere Wicklung locker sitzt und nicht zu unbeabsichtigten Problemen führen kann.
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Das Endresultat sollte in etwa so aussehen.

Die Aufnahmen entstanden anlässlich eines Erste-Hilfe-Kurses für Hunde im Juni 2006, der unfreiwillige tierische Hauptdarsteller ist ein NfP-Vermittlungshund.


 

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