Nach fünf Jahren kann der Hundehalter von einer „Duldung“ ausgehen

 

Glück hatten 5 Huskys, ein Mischling und ihre Besitzer, die bis zum Ende des Jahres 2002 fünf Jahre lang friedlich miteinander lebten, die Hunde freilaufend auf dem Grundstück - da platzte einem Nachbarn der Kragen und er verlangte die Abschaffung der Hunde mit der Begründung, der Gestank und das andauernde Gebell seien unerträglich. Weder die Bauaufsichtsbehörde noch das Verwaltungsgericht konnten der Argumentation des Klägers folgen. Die Richter waren der Meinung, dass „ein Hundebesitzer nach fünf Jahren davon ausgehen darf, dass sich die Nachbarn mit der Haltung der Tiere abgefunden haben“.

Verwaltungsgericht Koblenz (Az. 7 K 2188/04)

 

Anders sieht die Situation aus, wenn Sie eine Wohnung beziehen, deren Vermieter Ihnen die Hundehaltung erlaubt hat, Ihr Hund den Nachbarn jedoch Anlass zu begründeten Beschwerden gibt. Dies könnte durch lautes Gebell zu jeder Tag- und Nachtzeit sein, aber auch wenn der Hund im Treppenhaus Nachbarn verbellt, die sich dann verständlicherweise ängstigen. In einem solchen Fall kann der Vermieter die Genehmigung zur Tierhaltung widerrufen und auf Entfernung des Tieres bestehen.

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