Das Verwaltungsgericht Arnsberg urteilte, dass Tierschützer nicht ohne Zustimmung der Bürger mit drastischen Fotos von betroffenen Tieren auf Missstände aufmerksam machen dürfen. Im konkreten Fall wollten Tierschützer mit überdimensionalen Fotos an einem Informationsstand in der Siegener Innenstadt auf die Zustände in manchen Schweinemastbetrieben bzw. in der Pelztierzucht aufmerksam machen. Ihnen wurde zur Auflage gemacht, bestimmte Bilder nur abgeschirmt (hinter Sichtschutzwänden oder ähnlichem) zu zeigen. So sollte sichergestellt werden, dass das Persönlichkeitsrecht Dritter gewahrt bleibt. Denn dieses schützt Menschen davor, unfreiwillig und unvorbereitet mit derartigen Bildern zum Tierschutz konfrontiert zu werden. Das Gericht führte aus, dass es dem Tierschutzverein möglich sei, Passanten für das Anliegen zu sensibilisieren und ihnen, wenn die Passanten zustimmten, die entsprechenden Bilder zu zeigen.

Der betreffende Verein legte Rechtsmittel ein, war jedoch nicht erfolgreich.

Auch wenn es verwundern mag: wir teilen die Auffassung des Gerichtes, denn vieles, was einem in Jahren der Tierschutzarbeit begegnet, brennt sich in das Gedächtnis ein. Manche Bilder hätte man selbst am liebsten nicht gesehen und Tierschutzarbeit bedeutet auch, sich der Verantwortung gegenüber Menschen (vor allem Kinder und Heranwachsende) bewusst zu sein.

 

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