Tierschutz im Straßenverkehr

Die Rechtsverhältnisse zum "Tierschutz im Straßenverkehr" sind für manchen Tierschützer unbefriedigend. Nach den derzeitigen Grundsätzen geht die Sicherheit im Straßenverkehr grundsätzlich dem Tierschutz vor. Das bedeutet, dass Sie als Kraftfahrer Tieren, die für Sie selbst keine Gefahr bedeuten, nur dann ausweichen dürfen (oder für diese Tiere abrupt abbremsen dürfen), wenn kein anderer Verkehrsteilnehmer dadurch gefährdet wird.
Sie müssten also einen Feldhasen überrollen, wenn Ihr Hintermann nicht einen so ausreichenden Sicherheitsabstand einhält, dass er ebenfalls noch bremsen könnte. Bremsen Sie beispielsweise wegen eines Eichhörnchens und Ihr Hintermann fährt Ihnen auf, so erhält er allenfalls eine Teilschuld, die Ihre eigene Schadensersatzpflicht mindert.
Dem Sicherheitsabstand Ihres Hintermannes könnten Sie übrigens mit dem Aufkleber "Bitte Sicherheitsabstand halten - ich bremse auch für Tiere", den Sie bei der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes in 53115 Bonn gegen Einsendung von drei Euro in Briefmarken erhalten, ein wenig auf die Sprünge helfen.
Haben Sie nun versehentlich oder weil Ihnen die Verkehrssituation keine andere Wahl ließ, ein Tier angefahren und verletzt, so müssen Sie diesem Tier Hilfe leisten. Dies bedeutet, dass Sie bei einem Wildunfall z.B. die nächste Polizei-Dienststelle oder, falls Ihnen bekannt, den Jagdpächter informieren. Unterlassen Sie dies, könnten Sie dafür bestraft werden.
Dass Tiere absichtlich zu überfahren prinzipiell verboten ist und strafrechtliche Konsequenzen hat, dürfte jeder wissen.

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