Die Bedeutung des Amtsveterinärs am Praxis-Beispiel

Jetzt ist es für all diejenigen, denen Fälle von schwerer Tierquälerei zusetzen, Zeit, das Lesen einzustellen, deshalb haben wir diese Pressemitteilungen des DTHW´s auch mit einem Vorwort versehen. Vorenthalten wollen wir Sie Ihnen deswegen nicht, weil der geschilderte Fall wieder einmal sehr deutlich zeigt, dass mit einem engagierten und couragierten Amtsveterinär jedes Einschreiten bei Fällen von nicht artgerechter Haltung „steht und fällt“ – Tierschützer können leider nur tatenlos zusehen, selbst wenn sie über den Ruf und die Möglichkeiten eines DTHW´s verfügen.
Das Fotomaterial, das die Pressestelle des DTHW verschickt, haben wir angefordert und tunlichst darauf verzichtet, es hier wieder zu geben – die Bilder sind einfach unerträglich.

Aktuelle Presseinformationen

DEUTSCHES TIERHILFSWERK e.V.,
Deutschlands große Tier- und Artenschutzstation

Hundequäler flüchtet mit seinen Tieren vor amtlicher Wegnahme!
Jetzt befindet er sich in Voltlage bei Osnabrück.
Deutsches Tierhilfswerk fordert schnelles Handeln der Behörden

München/ Hofgeismar/Voltlage, 20.06.05. Einen schrecklichen Fund machten letzte Woche Mittwoch von Tierfreunden alarmierte DTHW-Mitarbeiter im hessischen Hofgeismar. Sie hatten auf dem Nachbargrundstück einen Hundeanhänger bemerkt, aus dem lautes Jaulen drang. Die DTHW-Helfer eilten sofort dorthin: Auf dem Anhänger befanden sich 30 Huskys – 21 ausgewachsene Hunde und neun Welpen. Die Huskys standen mindestens seit Dienstag ohne Betreuung in der prallen Sonne auf dem Hof. Zehn Hunde waren bereits kläglich verendet, ein Tier musste sofort vom herbeigerufenen Tierarzt eingeschläfert werden.
Obwohl sich alle Hunde in einem erbärmlichen Zustand befanden, ordnete der zuständige Amtstierarzt keine Beschlagnahmung an. John F. Pyka vom Deutschen Tierhilfswerk e.V.: „Nach diesem entsetzlichen Fund waren wir schockiert, dass der Amtstierarzt keine Beschlagnahmung anordnete, um den überlebenden Hunden eine schnelle Erstversorgung zu gewähren.“ Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK konnte diese Entscheidung nicht hinnehmen und schaltete den Landkreis Kassel ein. Der 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Kassel zeigte sich über die Tierquälerei erschüttert und leitete sofort die amtliche Wegnahme der Tiere durch das örtliche Veterinäramt ein, zumal mittlerweile festgestellt wurde, dass der Tierquäler, aus dem Hundeschlittensport kommend, kein unbeschriebenes Blatt ist und schon einmal ein Tierhalteverbot ausgesprochen worden war. Wie letzte Woche Donnerstag berichtet, sollte Freitagmorgen die amtliche Beschlagnahmung der Tiere stattfinden. Die Tiere sollten in das DTHW-Tierheim Hannoversch-Münden gebracht werden. Doch vor Ort traute John F. Pyka seinen Augen nicht: „Als wir in den frühen Morgenstunden ankamen, war der Hundehalter samt Hundeanhänger mit seiner lebenden, als auch toten Fracht verschwunden.“
Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK konnte den Aufenthaltsort des Tierquälers noch am Freitag ermitteln. Mittlerweile in Niedersachsen angekommen, wurden die Polizei und der Amtstierarzt aus Osnabrück unter Beisein eines Fernsehteams eingeschaltet, der Freitagabend trotz des schlimmen Zustandes der noch lebenden Tiere keinen Handlungsbedarf feststellte. Das DTHW hat jetzt die örtlichen Behörden im Kreis Osnabrück eingeschaltet und hofft nun, dass es doch zu einer Beschlagnahmung der Hunde kommt und ein erneutes Tierhalteverbot für den Tierquäler ausgesprochen wird. Auf dem Grundstück in Hofgeismar wurde gestern ein weiterer toter Welpe gefunden. Das DTHW fordert daher ein schnelles Handeln der Behörden, um dem Tierquäler das Handwerk zu legen und um ein weiteres Leiden der Tiere zu verhindern.

Fotomaterial können Sie kostenfrei unter info@dthw-Pressestelle.de anfordern.

Das DEUTSCHE TIERHILFSWERK ist mit 210.000 Mitgliedern und 200 Kooperationspartnern eine der größten Tier- und Artenschutzorganisationen Deutschlands.

Weitere Informationen bei:
John F. Pyka, Regionalbetreuer des DTHW, Tel.: 0172-9281527,

Judith Schmalzl, Geschäftsstelle München, Tel.: 089-35752-202
(Judithschmalzl@tierhilfswerk.de).

DEUTSCHES TIERHILFSWERK E.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34



Hundequälerei in Voltlage (bei Osnabrück) hat ein Ende!
Deutsches Tierhilfswerk e.V. erleichtert: 19 Huskys gerettet!

München/Voltlage/Hofgeismar, 23.06.2005. Wie bundesweit von den Medien berichtet, verfolgte das Deutsche Tierhilfswerk seit knapp einer Woche einen Hundehalter wegen grausamer Tierquälerei. Der Hundehalter hatte sich mit 11 toten und 19 lebenden Schlittenhunden einer amtlichen Wegnahme in Hofgeismar (Landkreis Kassel) durch Flucht entzogen, konnte jetzt jedoch in Voltlage bei Osnabrück (Niedersachsen) von DTHW-Mitarbeitern gestellt werden. Aufgrund der Bemühungen der Tierschützer vor Ort konnte der Hundehalter letztendlich überzeugt werden, die verwahrlosten Tiere den zuständigen Behörden in Osnabrück zu übergeben. Die Tiere befinden sich jetzt in Pflegestellen, werden tierärztlich versorgt und erholen sich von den erlittenen Strapazen.
Beim Deutschen Tierhilfswerk herrscht nach der Rettung der Hunde große Erleichterung. Das DTHW e.V. bietet weiterhin an, die geschundenen Huskys im DTHW – Tierheim Hannoversch-Münden aufzunehmen. John F. Pyka vom Deutschen Tierhilfswerk: „Trotz der Herausgabe der Huskys haben wir den Hundehalter wegen Tierquälerei angezeigt.“

Fotomaterial können Sie kostenfrei unter info@dthw-Pressestelle.de anfordern.

Weitere Informationen bei:
John F. Pyka, Regionalbetreuer des DTHW,
Tel.: 0172-9281527,

Judith Schmalzl, DTHW-Geschäftsstelle München,
Tel.: 089-35752-202
(Judithschmalzl@tierhilfswerk.de).

DEUTSCHES TIERHILFSWERK E.V.
Pressestelle
Kaiserdamm 97
14057 Berlin
Tel.: 030-301038-33
Fax: 030-301038-34
 

 

Die wirklich schlechte Nachricht ist, dass solche Fälle auch zukünftig passieren werden. Wir leben in einem Rechtsstaat, an dessen Gesetze wir uns alle halten müssen, Privatpersonen, Tierschutzorganisationen etc. . Auch wenn einzelne die Gesetze nicht achten und speziell ein Tierschutzgesetz so missachten, dass Tiere dabei ihr Leben verlieren, so sind doch wir, die wir helfen wollen, an die Gesetze gebunden. Daher müssen Tierschützer immer den vorgeschriebenen Weg über Polizei und Amtsveterinär gehen, auch wenn dieser mühsam und zeitaufwändig ist und in einigen Fällen zu solch unverständlichen Ergebnissen führt wie in Hofgeismar und später in Osnabrück. Wir können nicht – in einer der so genannten „Nacht und Nebel-Aktionen“ – Tiere einfach aus solchen Zuständen herausholen, denn laut Gesetz ist das nicht Befreiung, sondern Diebstahl und noch so einiges mehr. Würden wir uns dadurch auf eine Stufe mit demjenigen stellen, der als Tierquäler das Gesetz missachtet, so würden wir, durch die daraus resultierenden Urteile und Strafen, dem Verein die finanzielle Grundlage entziehen und auch die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in den Verein und seine Arbeit massiv beschädigen.
Dass die derzeitige Handhabung der Gesetze mit Blick auf den Tierschutz nicht zufrieden stellend ist, wissen wir und wir werden immer dann, wenn eine Möglichkeit besteht, daran etwas zu ändern, all unsere Erfahrungen einbringen.
 

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