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Zuhause gesucht

 

 

Seit unserer letzten Aktualisierung sind bei der Katzenhilfe der NfP einige Notfälle gelandet, drei von ihnen suchen nun dringend eine neue Familie – und bis es soweit ist, Paten:

MaxiMaxi

Die vierzehnjährige Maxi ist mit ihrem ehemaligen Frauchen alt geworden. Das Frauchen konnte sich wohl schon längere Zeit nicht mehr ausreichend um Maxi kümmern – jemand anderes aus der Familie tat es auch nicht, und Maxi aufnehmen wollte auch niemand. Aber wenigstens zum Tierarzt brachte man Maxi, als ihr Frauchen ins Pflegeheim kam. Die Folgen des Nicht-Kümmerns: massiver Zahnstein, entzündetes Zahnfleisch, so sehr, dass Maxi vor Schmerzen nicht mehr selbstständig essen konnte, und damit ein insgesamt desolater gesundheitlicher Zustand. Maxi lebt jetzt seit einem halben Jahr in einer Pflegestelle und wird liebevoll betreut.

Maxi

 Am Anfang musste sie mit Aufbaukost zwangsernährt werden, aber nun ist sie überm Berg und taut auch langsam auf. Wer möchte dieser liebenswerten älteren Dame ein neues Zuhause schenken? Maxi bedankt sich für einen ruhigen Platz, an dem sie wiedergeliebt und umsorgt wird, mit ganz viel Einfühlungsvermögen.


 

DiamondDiamond

Anwohner aus einem Teilort von Freudenstadt meldeten uns einen Kater, anscheinend herrenlos, den man doch bitte deshalb von dort wegholen solle. Es war nicht schwierig, ihn in die Lebendfalle zu bekommen. Der Kater entpuppte sich als sieben bis neunjähriger reinrassiger Türkisch-Van! Und es kam noch besser: Als „Besitzer“ war das Tierheim Freudenstadt eingetragen. Diamond war dort vor sieben Monate als Fundkatze bzw. verwilderte Hauskatze abgegeben worden. Sein voriger Besitzer war circa drei oder vier Jahre zuvor gestorben – wo Diamond in der Zwischenzeit war, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Dann konnte Diamond aus dem Tierheim ausbüxen, vier Wochen muss er sich irgendwo herumgetrieben haben, bevor wir ihn einfangen konnten. Das Tierheim war nicht erpicht darauf, ihn zurückzubekommen, er sei nicht händelbar. In der Pflegestelle zeigte sich Diamond dann von einer ganz anderen Seite:

Diamond

Nach kurzer Zeit legte er seinen Kopf in die Hand der Pflegemama und schnurrte! Nun müssen noch die Zähne gerichtet werden, dann ist Diamond bereit, in sein neues Zuhause zu ziehen. Er hat evtl. bereits eine Familie in Aussicht.


 

TeddyTeddy frisch eingefangenTeddy nach OP

Wie Diamond verlor auch Teddy sein Zuhause, weil sein ehemaliges Herrchen gestorben ist. Dieser hatte jede Menge Katzen hinterlassen, von denen auch nur ein Teil vom örtlichen Tierschutzverein eingefangen werden konnte. Der Rest läuft immer noch frei und unkastriert herum (wir kümmern uns jedoch). Aufgrund von Teddys Aussehen und Verhalten wandten sich Anwohner, bei denen er sich aufhielt, hilfesuchend an uns: Dieser Kater hätte offensichtlich eine ansteckende Krankheit, die Anwohner fürchteten, dass er sie, ihre Kinder oder ihre Katzen anstecken könnte. Unsere Mitarbeiterin rückte also mit einer Lebendfalle an, und nach zehn Minuten war sie Teddy „habhaft“. Die befürchtete ansteckende Krankheit bestätigte sich nicht – Teddy leidet an einem Entropium, so stark, wie es bei Katzen selten ist. Er hat fast nichts gesehen und war deshalb desorientiert. Das ist die Erklärung für sein „komisches“ Aussehen und Verhalten. Das Entropium musste operiert werden, die OP ist geglückt, aber eventuell muss Teddy sein ganzes Leben lang Augensalbe bekommen. Da er ein recht zugänglicher Kater ist (er faucht zwar die Pflegemama manchmal an, aber ohne „tätlich“ zu werden, und er lässt sich bereits streicheln), sollte dies kein Problem sein, sobald Teddy Vertrauen zu seinen neuen Menschen aufgebaut hat.

Teddy aktuell

Natürlich suchen wir in erster Linie neue Menschen für diese liebenswerten Samtpfoten. Aber es befinden sich noch weitere, auch sehr zugängliche und menschenbezogene Katzen in unseren Pflegestellen, die ein neues Zuhause suchen, Maxi, Diamond und Teddy sind derzeit jedoch vorrangig.

Wenn Sie unsere Sorgenfelle bis zu einer Vermittlung mit Spenden oder einer Patenschaft finanziell unterstützen möchten – gerne! Selbst wenn keine Tierarztkosten anfallen – die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung sind auch erheblich (siehe auch unseren Beitrag „Innerhalb von 14 Tagen zogen 17 Katzen in unseren diversen Pflegestellen ein“).

Bitte kontaktieren Sie bei Interesse gerne unsere Katzenhilfe!

 


 

Grey

Grey

Grey ist ein bildhübscher Kater, ein sehr großer Vertreter seiner Rasse (Kartäuser-Einschlag), im Moment noch recht dünn.
Geschätzt ca. 2 -3 Jahre alt.
Er ist sehr lieb und verschmust und benötigt nach der Eingewöhnung sicher Freigang.
Größere Kinder sind kein Problem. Weibliche Katzen duldet er, wäre aber als Einzelkatze sicher erfreuter.
Grey ist natürlich kastriert .

Kontakt: 07152 - 926418

 


 

Abteilung Katzenhilfe der NfP

Hätten wir es nicht selbst erlebt, wir würden es nicht glauben.
Im März 2004 sollten wir eine Katzen-Kastrationsaktion übernehmen, die uns ziemlich unter die Haut ging. In einem Teilort von Freudenstadt ist eine Frau schwer Krebs krank geworden, dass sie nochmals nach Hause kommt, wurde nahezu ausgeschlossen.
Damals wurden von der NfP 14 Katzen eingesammelt, beim Tierarzt kastriert und entsprechend versorgt, in Pflegestellen gegeben, bzw. fest vermittelt. Eine Katze kam nach einem Jahr aus der Vermittlung zurück, sie ist als Patenkatze „Pia“ bei der NfP geblieben. Als scheu und nicht zu integrieren wurde sie beschrieben, jetzt, nach 4 Jahren ist sie eine liebenswerte und anhängliche Porzellankatze.
Menschen können bekanntlich zäh sein oder haben einfach einen besonderen Schutzengel.

KastrationsaktionFünf Jahre später, im Februar 2009 erhielt die NfP einen erneuten Anruf. Es war wieder der Mann der damals krebskranken Frau am Telefon. Er beschwerte sich heftig, dass seine Frau das Füttern der Miezen wieder angefangen hätte und ca. 5-6 Katzen vorm Haus sitzen. Gefackelt haben wir nicht lange, sondern fuhren auf dem direkten Weg zum Wohnort der Leute. Wir haben dann auf diesem Wege gleich erfahren, dass die Frau ihr Krebsleiden gut überstanden hat. Zwischenzeitlich 81 Jahre alt, hätte sie ein kaputtes Herz, sei wieder im Krankenhaus und nun stünde er erneut mit einer Anzahl Katzen alleine da. Fakt war, dass der Mann die Katzen unbedingt los haben wollte. Einfach aufnehmen, das war undenkbar, denn eine Vermittlung scheuer Katzen gestaltet sich nicht so einfach und der Platz, sie über längere Zeit hier zu behalten, wäre viel zu beengt und für alle Beteiligten untragbar gewesen. Schnell nahm man mit einem Vereins-Mitglied aus dem badischen Raum, das schon öfters Hilfe angeboten hatte, Kontakt auf und stellte sicher, dass die Miezen nach der Kastration in einem Katzendorf unterkommen dürfen. Ein Stein fiel uns vom Herzen.
Diese 5-6 Katzen waren schnell eingefangen, ja, so dachten wir. Aber es ging einfach weiter, aus den 5-6 Katzen wurde die stolze Zahl von 13 Tieren. Da alle ähnlich gemustert waren, hatte der Mann keinen Überblick und schleppte eine um die andere, weitere Samtpfote hier an. Uns war ganz schlecht bei dem Gedanken, was nun aus dieser großen Anzahl Katzen auch werden sollte. Es war fragwürdig, ob sie alle im Katzendorf Platz finden würden. Meist sind solche Möglichkeiten total ausgeschöpft, da es immer und überall sowieso genügend Katzenprobleme gibt. Wir hatten aber großes Glück, die Zusage kam für alle eingesammelten Tiere und dadurch innerlich befreiter, versorgten wir gerne über eine geraume Zeit die kleine Katzenschar (einige waren in einem gesundheitlich sehr schlechten Zustand).Glücklich gerettet
Für uns war es wichtig, alles so schnell als möglich über die Bühne zu bringen, da es draußen nicht nur bitterkalt war, sondern es auch noch ständig schneite und Eisregen gab. Unterschlupf hatten die Miezen nur im Holz und mit diesem Wissen ging man mit der ganzen Aktion recht zügig um.
Freigänger-Katzen den Stress, der mit einer Gefangenschaft einhergeht anzutun, das ist nun wirklich nicht im Sinne der Tiere.
Wir waren selbst erstaunt, wie schnell die Einfangaktion vonstatten ging, die Miezen fühlten sich in ihrer neuen Unterkunft recht wohl, fraßen Unmengen an Futter (die Entsorgung an ebenso Unmengen von Katzenstreu darf hier am Rande auch erwähnt werden) und schliefen viel. Sie hatten wohl ein großes Nachholbedürfnis und mussten neue Energie tanken.

Dann kam der Tag der Abholung. Ein hilfsbereites Mitglied unseres Vereins, das sich einzigartig (auch für die Unterbringung im Katzendorf) eingesetzt hatte, erledigte auch den Transport. So konnten die Miezen in das Katzendorf einziehen und je nach dem Grad der Zutraulichkeit im Laufe der Zeit teilweise sogar vermittelt werden.
Ein herzliches Dankeschön ging an alle Beteiligten, vor allem an die Tierschutzorganisation im Badischen. Es war eine ganz tolle Zusammenarbeit, die man sich normalerweise immer wünscht und viel zu selten erlebt.
Als die kranke Frau vom Krankenhaus wieder zurück war, machten wir einen Besuch bei ihr. Wir baten sie, sollte mal wieder eine Katze auftauchen, dass sie sich umgehend meldet und nicht wieder wahllos das Füttern anfängt. Man kann nur hoffen, dass sie ihr gemachtes Versprechen auch einhält.gerettete Katze

Einen bitteren Beigeschmack hatte der Besuch dann aber trotzdem. Während des Gesprächs erzählte sie von einem großen und charaktervollen Kater, der sich über längere Zeit ums Haus herum einquartiert hatte. Auf die Frage, wo er sei, erfuhren wir etwas, das wir lieber nicht gewusst hätten. Da die alte Dame der ganzen Katzen-Situation in ihrem Wohnort nicht Herr geworden ist und auch der hauseigene Hund sich ständig wie wild gebärdete, wenn er den Kater sah, lockte man diesen in die Garage. Kurzerhand wurde der Hund dazugelassen, der dann das arme Tier in eine Ecke trieb, so dass man mit Hilfe dieses Hundes den Kater zur Strecke bringen konnte. Die Zweibeiner hatten ihn dann schlichtweg „erschlagen“. Da man sich schon an verschiedene Stellen gewandt hätte und nie Hilfe bekam, sah man keine andere Möglichkeit, als sich so des Tieres zu entledigen.

Wir waren mehr als sprachlos und brachten die hochkommende Wut kaum in den Griff. Es ist uns schleierhaft, dass die Leute, mit dem Wissen, dass die NfP jederzeit Hilfe angeboten hatte, so handeln. Es bleibt zu hoffen, dass sich eine solch entsetzliche Tat nicht wiederholt. Auch wenn man es NUR hört, geht man in Gedanken laufend mit dem Schrecklichen um. Und man möchte auch gar nicht MEHR wissen, was sich an anderen Stellen alles ereignet. Zu viel hat man immer noch direkt vor der Haustüre an Aufklärungsarbeit zu leisten, um sich über die Geschehnisse in anderen Ländern zu beschweren.

Sind Sie trotz der Liebe zu den Nordischen auch Fan von den Samtpfötchen?
Vielleicht haben Sie Lust, uns diesbezüglich zu unterstützen. Wir unterhalten einige Stellen, an denn verwilderte Katzen gefüttert und versorgt werden. Gerade in der kälteren Jahreszeit entsteht ein enormer Futterbedarf. Für Spenden, egal in welcher Form, sind wir immer offen und freuen uns.
Die Kontonummer ist die der NfP – diese finden Sie auf der Homepage und mit einem Eintrag auf dem Überweisungsträger:
Verwendungszweck Katzenhilfe – sind Sie schon voll dabei.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
 

 


12.01.19